Thinkport-Gründer Drechsel: “Weniger Anzug, mehr Sticker!”
Drechsel (unten links) und Fries (oben, 2.v.l.) mit ihrem Team (Foto: Thinkport)

Tobias Drechsel und Dominik Fries haben Thinkport gegründet, um cloudbasierte IT-Projekte für Großunternehmen zu entwickeln. Nach eigenen Angaben betreut das Beratungsunternehmen heute 25 Prozent aller DAX-Unternehmen. Mit einem Team aus 15 Mitarbeitern ist Thinkport Teil der Coworking-Community VABN und damit Gastgeber bei der diesjährigen Startup SAFARI. Wir haben mit Co-Founder Tobias Drechsel gesprochen – über Wachstum, Kundenprojekte und das Potenzial des Ökosystems FrankfurtRheinMain.

Tobias, kurz und knapp: Was ist das Geschäftsmodell von Thinkport?

Wir helfen Großunternehmen dabei, technologische Leuchtturmprojekte umzusetzen. Innerhalb von Workshops oder Projekten entwickelt unser Team zusammen mit dem Kunden Architekturen und Anwendungen in der Cloud. 

Gegründet hast du gemeinsam mit deinem Geschäftspartner Dominik Fries. Wie kamt ihr auf die Idee?

Wir beide waren vor Thinkport in der IT-Beratung tätig und haben nebenberuflich versucht, ein Software Produkt in der Cloud zu entwickeln. Das Business ist leider gescheitert, allerdings merkten die beiden wie schnell und einfach es war, mit Hilfe der Cloud Anwendungen zu entwickeln. Aus der Erfahrung mit Großunternehmen war beiden noch bekannt, wie Millionenbudgets für IT-Projekte ausgegeben wurden und sich nichts bewegt hat. Für die Beiden war klar: Die Cloud muss in genau diese Großunternehmen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Bis heute ist dies die Mission von Thinkport.

Der Plan scheint aufgegangen zu sein, ihr seid schnell gewachsen…

Die Firma existiert eigentlich schon seit 2016, wurde allerdings erst im Juni 2018 wieder zum Leben erweckt und umstrukturiert. Mit Dominik als neuem Gesellschafter und unserem klaren Fokus auf Cloud Consulting ging es in das Wachstum. Innerhalb von einem Jahr ist Thinkport ohne externe Finanzierung von 2 auf 15 Mitarbeiter gewachsen. 

Wie sieht denn ein typischer Kundenauftrag aus? Und für welche Unternehmen arbeitet ihr vorwiegend?

Thinkport hilft deutschen Großunternehmen Anwendungen auf die Cloud zu migrieren und neue Prototypen mit Hilfe der Cloud schnell umzusetzen. Alle Projekte sind ein bedeutender Teil der Digitalisierungsstrategie von Enterprise-Kunden. Use Cases reichen vom autonomen Fahren, über Hotelbuchungen bis hin zur Optimierung von Stromnetzen. Zum Kundenstamm zählen bereits 25 Prozent der DAX Unternehmen, darunter beispielsweise E.ON, MAN und Merck.

Das sind beeindruckende Zahlen. Was macht ihr besser als die anderen Beratungsunternehmen in eurem Bereich?

Unsere Kunden schätzen neben dem technischen Knowhow besonders den Start-up Spirit (Engagement, Agilität und iteratives vorgehen), den wir in die Projekte bringen. Aus unserer Sicht sollte IT-Beratung im Jahr 2019 genauso aussehen, mit weniger Anzug und mehr Stickern auf dem Laptop.  

Stichwort Startup-Spirit: Ihr sitzt mit eurem Teamim Coworking Space VABN. Was schätzt ihr am Coworking-Konzept im Allgemeinen und was macht VABN im Speziellen aus?

Natürlich die tolle Dachterrasse! Aber das ist natürlich nicht alles. Das Konzept des VABN ist uns auch sehr entgegengekommen. Wir sind mit 4 Plätzen am Anfang des Jahres gestartet und besetzen nun 10 Plätze in 2 angegliederten Räumen. Diese Flexibilität wissen wir besonders in der Anfangsphase zu schätzen.  

Gemeinsam mit VABN und Digital Madness seid ihr in diesem Jahr Gastgeber bei der Startup SAFARI in der Kategorie “New Work”. Auf welche Inhalte können sich die Besucher freuen? 

In unserer Session wird es hauptsächlich um die Rolle von IoT beim Thema New Work gehen. Nicht nur Zuhause sind Sprachassistenten und Sensoren von Bedeutung, sondern auch bei einer Neugestaltung der Arbeitsatmosphäre. Was genau das ist und was Cloud Technologien damit zu tun haben, erfährt man in unserem Vortrag.

Zum Schluss noch unsere Lieblingsfrage: Was macht das Ökosystem FrankfurtRheinMain einzigartig und wo gibt es noch Luft nach oben?

Gerade im B2B-Bereich ist Frankfurt ein besonders toller Standort. Viele DAX-Konzerne befinden sich in Reichweite und durch die zentrale Lage in Deutschland und Europa, sind andere Städte schnell zu erreichen. Im technologischen Bereich kann der Standort allerdings noch aufholen. Wir sehen dazu allerdings positiv in die Zukunft. Mit mehreren Meetups und Konferenzen versuchen wir selbst, besonders technologische Themen in der Region zu treiben. 

Triff Thinkport zur Lunch Session am ersten Tag der Startup SAFARI am 16. Oktober. Erste Infos zum Programm findest du hier.
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