Am 12. Mai 2026 fiel der Startschuss für die bereits dritte Staffel des Stipendienprogramms ideas for good, einem kostenlosen Impact Entrepreneurship Programm für junge Impact GründerInnen aus dem Rhein-Main-Gebiet. ideas for good ist eine gemeinnützige Initiative der KIZ SINNOVA gGmbH mit Sitz in Offenbach. Hier werden tolle Impact Ideen zum Unternehmen erweckt und junge Menschen können viel Kraft und Hoffnung aus der ideas for good-Community ziehen. Im Mittelpunkt des Programms steht die praktische Unterstützung junger Gründer:innen: Von der ersten Idee bis zur konkreten Umsetzung erhalten die Teilnehmenden praxisnahes Know‑how in Unternehmertum, finanzieller Bildung und nachhaltiger Unternehmensentwicklung. Die KIZ SINNOVA Coaches begleiten sie dabei individuell. Das Ziel: Gesellschaftliche Herausforderungen unternehmerisch anzugehen und langfristig wirksame Lösungen zu schaffen. Das Programm richtet sich an junge Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen und stärkt damit Vielfalt und Chancengleichheit im Gründungsökosystem. „ideas for good“ ist auf zwei Jahre angelegt und umfasst drei Staffeln mit jeweils 15 bis 20 jungen Gründer:innen
Ein Gastbeitrag von Dunja Buchhaupt, der Projektleitung von ideas for good.
Während wir die neuen Gesichter in unserer Impact Community begrüßten, wurde mir eines klar: Wir erleben gerade einen fundamentalen Wandel darin, wie junge Menschen über Business nachdenken.
Wer sind also diese jungen GründerInnen, die sich entscheiden, ein gesellschaftliches oder ökologisches Problem, das sie meist selbst erlebt haben, durch eine Unternehmensgründung anzugehen? Wir haben unsere StipendiatInnen gefragt und die ersten Ergebnisse zeichnen ein spannendes Bild der „Generation Impact“ ab.
3 Trends, die uns Hoffnung machen (und einer, der uns wachrütteln sollte)
Aus unserer aktuellen Umfrage unter den Teilnehmenden lassen sich klare Tendenzen ablesen, die zeigen, wohin die Reise geht:
1. Sinnstiftung schlägt Selbstzweck
In der klassischen Startup-Welt wird oft über „Exits“ und Skalierung geredet. Unsere Daten zeigen ein anderes Bild: 100 % unserer GründerInnen geben an, dass der gesellschaftliche Impact, also die Lösung eines konkreten gesellschaftlichen oder ökologischen Problems, ihr primärer Antrieb ist. Der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit folgt erst weit dahinter und wird nur von etwa jedem vierten Befragten als Motivationsfaktor genannt. Es geht hier nicht um Profitmaximierung, sondern um Relevanzmaximierung.
2. Echte Lösungen durch gemachte Erfahrungen
Ein Ergebnis hat mich besonders berührt: 100 % der Befragten haben einen direkten persönlichen Bezug zu dem Problem, das sie lösen. Unsere StipendiatInnen gründen nicht im luftleeren Raum. Sie entwickeln Lösungen für Herausforderungen, die sie selbst oder erlebt oder in ihrer Community beobachtet haben. Das macht ihre Konzepte so glaubwürdig und ihre Resilienz so stark.
3. Die „Nebenberuflich-Falle“ und der Wunsch nach politischem Mut
Trotz aller Leidenschaft zeigt die Umfrage auch eine Hürde: Viele gründen aktuell noch nebenberuflich und finanzieren sich durch Bootstrapping oder Nebenjobs. Auf die Frage nach einem Wunsch an die Politik ist die Antwort eindeutig: Entbürokratisierung und ein leichterer Zugang zu Fördermitteln, die nicht nur an universitäre Kontexte gebunden sind. Die jungen Talente wollen loslegen, aber die administrativen Hürden sind noch zu hoch.
Spannend ist auch die technologische Offenheit: Fast die Hälfte der Teams nutzt bereits Künstliche Intelligenz, um ihre Wirkung zu verstärken, sei es z.B. in der nachhaltigen Produktion oder zur Prozessoptimierung.
Was bleibt?
Was mich persönlich am meisten bewegt, ist die Antwort auf die Frage: „Was macht dir Hoffnung?“ Die Antwort war fast immer: „Die Gemeinschaft”. Zu sehen, dass man mit dem Wunsch nach Veränderung nicht alleine ist, sondern Teil eines wachsenden Ökosystems im Rhein-Main-Gebiet. Und genau deshalb gibt es ideas for good, um jungen Menschen einen Zugang zu einer starken Community gibt, die sie trägt und versteht.
Wir gehen nun mit voller Kraft in die dritte ideas for good Staffel und können es kaum abwarten zu sehen, welchen Unterschied die neuen StipendiatInnen in den nächsten Monaten machen werden.
Dank der Unterstützung der BlackRock Foundation, die nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch wertvolle fachliche Expertise einbringt, können wir von der KIZ SINNOVA gGmbH dieses Programm kostenlos anbieten und so echte Chancengerechtigkeit schaffen.
Weitere Beiträge
Im Juli 2025 startete die erste Staffel, hier geht es zum damaligen Interview mit Projektleiterin Dunja Buchhaupt.

