SleevesUp! – 8 000 Quadratmeter Coworking-Space in neun Monaten
Unternehmerfamilie Schmidt vlnr Sebastian Margaretha Klaus-Peter. Foto: Andreas Söntgerath

Als wir Anfang des Jahres über SleevesUp! berichtet hatten, hatte das Startup mit seinen Coworking-Spaces noch 2000 Quadratmeter in drei Locations in Anspruch genommen. Heute, kaum ein dreiviertel Jahr später, sind es 10 000 Quadratmeter an elf verschiedenen Standorten. Das hat SleevesUp! am Mittwoch groß gefeiert – und wir haben nachgefragt, wie das junge Unternehmen mit diesem schnellen Wachstum zurecht kommt.

Angefangen hat die Geschichte von SleevesUp! 2016, damals noch unter dem Namen „The Office Frankfurt“. Gründer Sebastian Schmidt hat nach Büroräumen für sein damaliges Startup RanX gesucht – und nur eine viel zu große Fläche gefunden. Kurzerhand wurde die Fläche mit Büromöbel eingerichtett und an andere mitvermietet – die Idee zum Coworking-Space war geboren.

Volles Haus bei der 10 000 Quadratmeter Feier von SleevesUp! Foto: Andreas Söntgerath

SleevesUp! muss zum Menschen

In nur neun Monaten sind acht Coworking-Spaces entstanden oder stehen kurz vor der Öffnung. Neben Frankfurt gibt es Büros zum Beispiel in Bad Homburg, Aachen oder Hannover. Es gehe zwar auch um die großen Städte, erklärt Schmidt, „aber das Produkt muss an den Menschen gebracht werden, an den Selbständigen, das Kleinunternehmen, den Freelancer. Die sitzen eigentlich überall und sind froh, wenn sie weniger pendeln müssen“. In Mittelzentren gebe es bisher fast kein oder gar kein Angebot. Diese Lücke möchte SleevesUp! füllen, denn kleine Unternehmen würden zu oft vergessen.

Ein gewaltiger Kraftakt

Trotz der guten Marktlage sei das Wachstum von Sleevesup! ein wahrer Kraftakt, so Schmidt. Hilfe bekommt er dabei von Unternehmen aus dem RheinMain-Gebiet: Knight Frank kümmert sich um Vermittlung der Flächen, RoomHero um das einheitliche Einrichtungs- und Designkonzept. „Das ging alles rasend schnell und wäre ohne so ein super Team gar nicht möglich gewesen“, erklärt Schmidt daher. Trotzdem sei es schon sehr viel hin und her gewesen zwischen „Begehungen von neuen Flächen und Baustellen, zwischen Prüfen, Unterschreiben, Finanzieren und Entwickeln“.

„Ab jetzt macht es richtig Spaß“

Das ursprüngliche Ziel von SleevesUp! war es eigentlich, bis 15 Coworking-Spaces bis Ende 2021 zu haben – jetzt sind es schon elf. Für die nächste Zeit ist deshalb erstmal geplant, sich um die existierenden Coworking-Spaces zu kümmern: „Bisher ging es ja nur darum, die Flächen an den Start zu bringen. Jetzt haben wir eine Stufe erreicht, wo man uns wahrnimmt und wir ein Produkt haben. Ab jetzt macht es richtig Spaß“, freut sich Schmidt. Wenn sich allerdings eine gute Gelegenheit ergebe, würde man diese nicht verstreichen lassen. Die ersten Gespräche für neue Flächen liefen auch schon, so Schmidt weiter. Die Stärke von SleevesUp! liege dabei vor allem im Spagat zwischen professionell designten Flächen inklusive sämtlicher wichtiger Infrastruktur und dem kompetitiven Pricing: „So werden wir auch für Zielgruppen interessant, die einen Coworking-Space vorher nicht in Betracht gezogen haben“.

Der Kickoff zum Broker Programm bei der SleevesUp! Party Foto: Andreas Söntgerath

Im RheinMain-Gebiet verankert

SleevesUp! bleibt dabei eng verbunden mit der RheinMain-Region. „Wir wollen das RheinMain-Gebiet weiterentwickeln. Für Unternehmen ist das hier einer der besten Standorte Deutschlands“, findet Schmidt. SleevesUp! sei durch die Verbindungen zu den vielen Startups und UnternehmerInnen in der Region fest mit dem RheinMain-Gebiet verbunden. Aus diesem Gebiet heraus wolle man organisch weiterwachsen. SleevesUp! ist übrigens ein echtes Familienunternehmen: Es wird von Schmidt und seinem Vater geführt. Auch das sei ein Bonus gegen anonyme und internationale Konkurrenten.

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