Cashlink-CEO Duttlinger: “Es gibt einen Bildungsauftrag”
Foto: Cashlink

Ende letzten Jahres hat das Frankfurter Fintech Cashlink bekanntgegeben, seinen Fokus in zukünftig auf die Digitalisierung von Unternehmensanteilen zu legen. Was das Unternehmen seitdem erreicht hat und wie sich das komplexe, blockchain-basierte Geschäftsmodell auf das Team und die Mitarbeitersuche auswirkt – darüber haben wir uns mit CEO Michael Duttlinger unterhalten. 

Michael, wir hatten uns zuletzt Ende letzten Jahres über euer neues Geschäftsmodell unterhalten. Was hat sich seitdem bei Cashlink getan?

Wir sind vor allem stolz darauf, dass wir unseren Worten Taten folgen lassen konnten: Als eines der ersten Unternehmen in Europa haben unsere eigenen digitalen Wertpapiere auf der Blockchain ausgegeben. Das ist ein großer Meilenstein für uns alle – Team, Partner und Investoren.

Was heißt das konkret für  Startups, die über eure Plattform zukünftig Geld einsammeln?

Konkret heißt das, dass wir es mit unserer Blockchain-basierten Technologie ermöglichen, in wenigen Wochen digitale Wertpapiere eines Startups an Investoren herauszugeben. Außerdem sind wir inzwischen auch in der Lage, Mitarbeiterbeteiligungsprogramme zu digitalisieren. Mit unserem Kunden Iconic Lab können wir in diesem Bereich schon die erste Erfolgsgeschichte vorweisen.

Euer Geschäftsmodell, das du uns in unserem letzten Gespräch detailliert erklärt hast, ist sehr komplex. Abgesehen von der technischen Herausforderung: Was treibt euch eigentlich an?

Vor allem glauben wir fest daran, dass Innovation immer etwas Gutes bringt. Doch wenn man sieht, mit welch rasantem Tempo die Digitalisierung voranschreitet, ist Verantwortungsbewusstsein ein erfolgskritischer Faktor. Gerade wenn man sich wie wir intensiv mit der Blockchain-Technologie auseinandersetzt, gibt es so etwas wie einen Bildungsauftrag. 

Was beinhaltet dieser “Bildungsauftrag”?

Als Unternehmen, dass ganz weit vorne an der Entwicklung einer Technologie mitarbeitet, die neben der Künstlichen Intelligenz das wohl größte Zukunftspotenzial mit sich bringt, sind wir gefordert, Vorteile und Risiken immer wieder sorgsam abzuwägen und uns selbst zu hinterfragen. Denn nur so können wir die gesamte Community sensibilisieren und die Technologie ernsthaft voranbringen.  

Dafür braucht man auch ein Team, das Spaß an Herausforderungen hat… 

Für uns hat das Team grundsätzlich oberste Priorität. Das Produkt steht und fällt mit unseren Mitarbeitern – entsprechend ist es für uns absolut erfolgsentscheidend, dass jeder einzelne von uns Lust hat, hier zu arbeiten, seine Stärken einzubringen und sich selbst zu verwirklichen. Schließlich arbeiten wir mit der Blockchain-Technologie an einem Thema, das uns wiederum eine grüne Wiese bietet, die einlädt, neue Dinge zu kreieren. Das muss man als riesengroße, einmalige Chance begreifen.

Auf welche Kriterien setzt ihr bei der Auswahl neuer Mitarbeiter?

Wir sind fest davon überzeugt, dass diverse und heterogene Teams ein wesentlicher Erfolgsfaktor für jedes Unternehmen sind. Trotz dieses Facettenreichtums, sowohl was die Persönlichkeit als auch die jeweiligen Fähigkeiten betrifft, achten wir sehr darauf, dass  eine gemeinsame Basis für das Handeln jedes Einzelnen existiert. Dabei geht es auch um die Frage wie wir bei Cashlink ticken wollen – um diese Frage zu beantworten, haben wir vier sogenannte Core Values definiert. 

Wie diese Core Values lauten und was genau dahinter Steckt, erklärt Michael ausführlich im Video-Interview:


In welchen Bereichen sucht ihr denn gerade Verstärkung?

Momentan suchen wir intensiv nach einem Frontend-Entwickler einem Experten für den Bereich User Experience – meiner Meinung nach ein extrem spannendes Feld, da man als UX-Manager sehr eng mit Kunden und Investoren zusammenarbeitet. Die Arbeitsweise zeichnet sich durch ein hohes Maß an Agilität und iterative Prozesse aus – schließlich wissen wir ja noch gar nicht, wie der Mensch langfristig mit der Blockchain interagieren wird. Gleichzeitig ist aber genau das die Chance, Best Practices zu kreieren, die auch für andere Branchen – nicht nur für die Finanzindustrie – als Vorbild dienen können. 

Stichwort Finanzindustrie: Wie hat sich Frankfurt als Innovationsstandort aus eurer Sicht entwickelt?

Für uns als Unternehmen ist es ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, in Frankfurt angesiedelt zu sein. Als Fintech-Standort hat sich die Stadt in den letzten Jahren extrem weiterentwickelt. Der attraktive Mix aus dem Know-How der traditionellen Finanzwirtschaft und innovativen Startup-Geist führt zu spannenden, inspirierenden Synergien und Partnerschaften. Das sieht man auch an der großen Zahl an Meet-Ups, Konferenzen und Events. 

Ein spezielles Eventformat ist die Startup SAFARI, die am 16. und 17. Oktober zum dritten mal in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet stattfindet. Auch ihr seid in diesem Jahr wieder als Host dabei – was macht die Veranstaltung für euch so besonders?

Unsere Vision ist es, Innovationen zu fördern und in diesem Punkt sehen wir mit der Startup SAFARI eine hohe Übereinstimmung. Es ist toll, dass es ein Event im Rhein-Main-Gebiet gibt, welches es an Innovationen interessierten Menschen ermöglicht, für einen Tag in die Startup-Welt einzutauchen. Deshalb ist es ein Termin im Oktober, auf den wir uns schon besonders freuen!

Du hast noch kein Ticket für die Startup SAFARI? Dann sichere dir jetzt hier deine Teilnahme zum Early Bird Tarif. Wir freuen uns auf dich!


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