Gründerszene-Chef Janzik: “Im Herzen ein Riesling”
Foto/Grafik: Vertical Media

Als offizieller Medienpartner der ersten Gründerszene Spätschicht am 26. September in Frankfurt haben wir mit Dr. Lars Janzik, CEO von Vertical Media, dem Unternehmen hinter Gründerszene, gesprochen. Janzik stammt gebürtig aus dem Rheingau und machte seine ersten Schritte als Unternehmer bei uns in der Region. Nun kommt er mit einem echten Erfolgsformat zurück – und wenn es nach ihm geht, soll es nicht das letzte Mal gewesen sein.

Herr Janzik, Sie haben selbst eine Vergangenheit im Rhein-Main-Gebiet. Was verbindet Sie mit der Region und der Stadt Frankfurt? 

Ich bin im Rheingau aufgewachsen und habe in den 90er Jahren an der Uni Frankfurt studiert. Im Grunde meines Herzens bin ich quasi ein Riesling (tief verwurzelt). 

Und Sie sind hier auch zum Startup-Unternehmer geworden…

Ja, in dieser Zeit habe ich mit einem Studienkollegen auch ein Unternehmen gegründet. Es war ein Musik-Label – wir haben also noch physische Tonträger produziert. Natürlich haben wir nie von einem Startup gesprochen oder etwa über Venture Capital nachgedacht. Das gab es alles nicht in der Form, wie wir es heute kennen. Obwohl es gar nicht so schlecht lief, sind wir beide nach dem Studium lieber in größere Unternehmen gewechselt. Man hatte ein völlig anderes Selbstverständnis, andere Ziele und weniger Risikobereitschaft. Trotzdem haben wir wahnsinnig viel gelernt und ich profitiere heute noch davon. 

Wie ging es danach weiter? Wie verlief ihr Weg, ehe Sie 2018 bei Gründerszene gelandet sind? 

2011 bin ich nach über 15 Jahren in Berlin noch mal für drei Jahre nach Eschborn zu Monster gewechselt. Das war eine tolle Zeit, aber am Ende bin ich doch wieder in Berlin gelandet. Zunächst war ich dann rund drei Jahre bei WeltN24 und habe auf der digitalen Produktseite den Merger von WELT und N24 verantwortet. Das war technologisch spannend, aber auch kulturell. Ich konnte mit meinem Team in dieser Zeit die digitale Transformation in einem großen Medienunternehmen mitgestalten. In gewisser Weise haben wir wie ein Startup innerhalb eines Konzerns agiert. Nachdem alle neuen WELT Produkte live waren und sich die Reichweite sehr positiv entwickelt hat, kam die Chance Vertical Media, das Medienhaus hinter Gründerszene, als CEO zu ergänzen. 

Gründerszene ist den meisten wohl vor allem als Nachrichtenportal und Eventveranstalter ein Begriff. Wie würden Sie das Unternehmen beschreiben? 

Gründerszene ist eine großartige Marke mit hoher Glaubwürdigkeit und einem tollen Team. Unser Ziel ist es, Wirtschaftsjournalismus für eine digitale Welt zu machen. Wir bekennen uns ganz klar zu unserem journalistischen Kern. Unsere Mission ist es, Menschen und Unternehmen zusammenzubringen – sowohl digital auf unserer Plattform als auch offline auf den zahlreichen Veranstaltungen. 

Wie hat sich die Startup-Kultur in Deutschland in all diesen Jahren verändert? 

Die deutsche Startup-Kultur ist in den letzten Jahren immer erwachsener geworden, so wie Gründerszene. Wir konnten quasi mitlernen und -wachsen. 

Nun kommen Sie mit der ersten Gründerszene Spätschicht nach Frankfurt. Wie ist ihr Blick auf das lokale Ökosystem?

Genauso wie sich unsere Nutzerschaft quer durch den deutschsprachigen Raum erstreckt, ist die Startup-Szene längst auch außerhalb von Berlin sehr spannend. 

Und natürlich ist das Rhein-Main-Gebiet und Frankfurt besonders attraktiv für Fintech-Gründungen, aber nicht nur für diese. Freizeitgestaltung und Lebensqualität sind vor allem für die jüngeren Generationen von Mitarbeitern zunehmend wichtiger. Und davon hat die Region viel zu bieten, ohne dass man auf die Vorzüge einer Großstadt verzichten muss. Wir freuen uns zumindest, dass wir endlich auch mit der Gründerszene Spätschicht hier in Frankfurt starten. Ich kann mir auch vorstellen, dass wir noch andere unserer Formate nach Frankfurt oder in die Region bringen. Wir freuen uns darauf! 

Alle Infos zur Gründerszene Spätschicht in Frankfurt sowie Tickets für das Event:

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