5 Fragen an… cult.care
Foto: cult.care

Nachhaltigkeit ist eines der ganz großen Themen unserer Zeit. Gerade im Beauty-Bereich gibt immer mehr Konzepte, die auf natürliche Inhaltsstoffe und umweltfreundliches Design setzen. Mit dem Frankfurter Startup cult.care stößt nun ein weiteres Unternehmen in diesen Markt – wie es zur Gründung kam und warum das Rhein-Main-Gebiet ein ideales Umfeld für Gründerin Kira-Janice Laut und ihr Team bietet – 5 Fragen an cult.care.

Wer seid ihr, was macht ihr und wie seid ihr zu dem gekommen, was ihr heute macht?  

Wir sind cult.care. Dahinter steht allem voran unsere Gründerin Kira. Hinzu kommt ein kleines Team für Social Media, Operations und Finanzen.

Wir machen Naturkosmetik. Aber in modern 😉 Im Kern verknüpfen wir zwei Dinge: Natürlichkeit und Innovation. Bislang sind wir mit einem Produkt – unserer probiotischen Gesichtscreme – auf dem Markt. Probiotik in der Hautpflege ist ein Trend aus Südkorea. Sie wird zur Behandlung von Hautunreinheiten, -rötungen und auch unterschiedlichster Hautkrankheiten verwendet. Die Anwendung von guten Bakterien auf der Haut gibt der sensiblen Hautflora das, was sie braucht, um gesund zu sein. 

Wie wir dazu gekommen sind? Innovative Trends finden selten ihren Weg in die gängige Naturkosmetik. Eine moderne Frau, die gerne natürliche Kosmetik nutzen möchte, muss bei ihrer Produktwahl häufig auf Modernität verzichten. Diesen Trade-off wollen wir beseitigen! Und zwar indem wir uns sinnvolle Trends in der Kosmetikindustrie suchen (meist kommen diese aus Südkorea oder Japan) und dann Lösungen ausarbeiten, wie wir sie 100 Prozent natürlich umsetzen können. Als agiles Startup können wir das in deutlich schnellerer Zeit als die großen Kosmetikkonzerne.

Wie würdet ihr eure Geschäftsidee in maximal 3 Sätzen beschreiben?  

cult.care steht für innovative, neuartige Pflegeprodukte, die keinen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Dafür greifen wir Pflege- und Kosmetiktrends auf und bringen sie in Produkte, bei denen sämtliche Inhaltsstoffe und Verpackungselemente maximale Natürlichkeit verkörpern. cult.care ist für alle diejenigen, denen die Natürlichkeit von Produkten wichtig ist und die gleichzeitig hochwertige, innovative Pflegeprodukte suchen.

Was war eure bisher größte Herausforderung?

Unsere größte Herausforderung war und ist es, das Ziel von maximaler Natürlichkeit zu erreichen. Maximen wie „plastic free“ und „zero waste“ nehmen wir sehr ernst. Lieferanten und Produzenten für hochwertige Kosmetik und Verpackungen sind bislang aber noch nicht so weit, dass sie „aus der Box“ solche Ziele erfüllen können. Schnell wurden uns im Prozess der Produktentwicklung die bestehenden Grenzen 100-prozentiger Natürlichkeit bewusst. Denn auch der Griff zu hybriden Materialien wie Altplastik oder neuartigem Plastik stellt uns nicht in Gänze zufrieden. Selbst wenn diese Materialien vollständig recyclebar sind, bleiben sie im Kern nicht natürlich. Daher arbeiten wir eng und intensiv mit unseren Lieferanten zusammen, um  pflanzliche Alternativen für die verbleibenden Plastikteile in Verpackungen zu finden. Und das Gute: Sie ziehen voll mit!

Wo seht ihr euch und euer Unternehmen in fünf Jahren?

In fünf Jahren soll es neben der probiotischen Gesichtscreme noch weitere Produkte in unserem Shop geben. Der Probiotik-Trend ist nämlich nur einer. Es gibt weitere, sehr sinnvolle Trends in der Kosmetikindustrie, die es lohnt nach Europa zu bringen. Dabei werden wir bei jedem Produkt auf 100 Prozent Natürlichkeit achten. 

Neben den Produkten gibt es noch unser Unternehmen. Hier werden wir in fünf Jahren gewiss deutlich an Größe gewonnen haben. Jeder, der unsere Mission gut findet, kann sich gerne jetzt schon melden um mitzumachen. 😉

Was verbindet euch mit der Metropolregion Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet? Und was tut sich in unserem Startup-Ökosystem?    

Uns verbindet viel mit Rhein-Main. Zum einen leben und arbeiten wir hier. Hinzu kommt, dass die Metropolregion durch ihre Größe und ihren Lebensstandard für uns auch absolute Zielgruppe ist. Viele verbinden Rhein-Main naturgemäß mit Banken, Versicherungen und Logistik. Das ist strukturell auch logisch richtig. 

Dennoch passiert in Rhein-Main gerade viel bezüglich Nachhaltigkeit und in Richtung eines bewussteren Lebensstils. Gerade durch den gefühlt höheren Lebensstandard ist Rhein-Main ein Hotspot für nachhaltige Ideen wie unsere. Und wir sind uns sicher, dass wir hier noch viel mit anschieben werden.

Im lokalen Startup-Ökosystem Rhein-Main tut sich viel. Initiativen wie beispielsweise von der Landesregierung gehen in die richtige Richtung. Das freut uns. Rhein-Main ist aber noch immer stark ausgerichtet auf den Finanzdienstleistungssektor. Und das obwohl wir auch sehr starke Akteure in den Bereichen Chemie, Pharma und Kosmetik bei uns in der Region sitzen haben. Wir wünschen uns, dass auch andere Branchen die Chancen des Ökosystems Rhein-Main erkennen und weiter voranbringen.

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