5 Fragen an… TalentZ
Fotomontage: STATION

Um Unternehmen im Ringen um die talentiertesten Mitarbeiter zu entlasten, setzt das Frankfurter Startup TalentZ auf Kollaboration statt Konkurrenz. Wo genau ihre Software Abhilfe im “War for Talents” schafft und weshalb die Gründer ihre Kunden anfangs durchaus überforderten – 5 Fragen an Fabian Annich (l.) und Patrick Losert von TalentZ.

Wer seid ihr, was macht ihr und wie seid ihr zu dem gekommen, was ihr heute macht?  

TalentZ baut Online-Plattformen für Talent Sharing. Wir bieten Arbeitgebern Software as a Service Module an, um Talente flexibel mit anderen Arbeitgebern oder innerhalb der eigenen Organisation zu teilen. Dabei können Unternehmen wählen, ob sie Talente nur für kurzfristige Hospitationen oder mehrmonatige Projekte entsenden bzw. ausleihen.

Fabian Annich hat das Unternehmen im Januar 2018 gegründet, nachdem er seinen Job bei der Lufthansa gekündigt hat. Patrick Losert hatte sich ebenfalls von der Konzernwelt verabschiedet und ist kurze Zeit später als CTO und Co-Founder hinzugestoßen. Beide teilen die Philosophie, dass der „War for Talent“ nicht gelöst wird, indem Unternehmen sich gegenseitig Talente abwerben oder überteuerte Berater einkaufen, sondern durch branchenübergreifende Vernetzung und bessere Collaboration.

Wie würdet ihr eure Geschäftsidee in maximal 3 Sätzen beschreiben?  

TalentZ bieten eine nachhaltige Alternative zum „War for Talent“ und reduziert nicht nur Kosten, sondern bietet Talenten des Weiteren eine effektive Form der Personal- und Kompetenzentwicklung und fördert die Innovationskraft von Unternehmen. Wir stehen für ein grundsätzliches Umdenken in der Arbeitswelt, gemäß unserem Motto „Teilen ist das neue Haben!“.

Was war euer größter Fehler?

Wir haben damals die ersten potenziellen Kunden mit unserer Idee überfordert und durch zu viel Komplexität abgeschreckt. Für viele Arbeitgeber ist es eine große kulturelle Veränderung, wenn man die eigenen Leute verleiht und es ist noch viel Unsicherheit zu spüren – obwohl es viele Möglichkeiten gibt Talent Sharing durchzuführen. Wir haben damals einfach selbst noch nicht genug Klarheit gehabt.

Wo seht ihr euch und euer Unternehmen in fünf Jahren?

Auch wenn unser Hauptsitz immer in Frankfurt am Main sein wird, wollen wir in fünf Jahren bereits zahlreiche regionale Talent Sharing Netzwerke aufgebaut haben, sowie eine etablierte internationale Community, die ihre Talente auf der ganzen Welt teilt.

Was verbindet euch mit der Region FrankfurtRheinMain? Und was tut sich in unserem Startup-Ökosystem?  

Frankfurt ist für Fabian nicht nur Ort seiner Kindheit, sondern auch die perfekte Stadt zum Gründen. Die Stadt wirkt kleiner als andere europäische Metropolen, bietet allerdings genauso viel, auf dem gleichen qualitativen Level. Das gilt auch für die Gründerszene: In den letzten Jahren hat sich hier eine bunte Mischung an Startups etabliert, viele auch außerhalb des FinTech-Sektors. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Frankfurter Gründerszene in den nächsten Jahren einige erfolgreiche Unternehmen hervorbringen wird. Und wir hoffen, TalentZ wird eines davon!

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