5 Fragen an… eTermio
Foto: eTermio

eTermio aus Wiesbaden sorgt dafür, dass eine Terminvereinbarung beim Arzt oder auf dem Amt nicht zum Stresstest wird. Inwieweit das Konzept sich von herkömmlichen Buchungstools absetzt und was Gründer Jakub Leciejewski (Foto) an der regionalen Startup-Landschaft zu kritisieren hat – 5 Fragen an eTermio.

Wer seid ihr, was macht ihr und wie seid ihr zu dem gekommen, was ihr heute macht? 

Was ist einer der größten Zeitfresser in Arztpraxen, bei Friseuren oder Dienstleistungsunternehmen? Die Vergabe und das Management von Terminen. Das ist in der heutigen Zeit, wo man dank Internet und modernen Technologien vieles automatisieren und beschleunigen kann, vollkommen unnötig. Deswegen gründete ich 2013 eTermio, um eine zeitgemäße und auch flexible Online-Terminmanagement-Lösung zu entwickeln. Auf das Ergebnis bin ich sehr stolz. Denn eTermio bietet nicht wie viele Mitbewerber einfach einen Online-Terminkalender an, sondern ein komplettes Terminverwaltungssystem, das dank seiner Automatismen unseren Kunden sehr viel Zeit spart und so ihre Effizienz steigert. 

An diesen Punkt sind wir gekommen, weil wir stets auf unsere Kunden gehört haben. So entstand zum Beispiel das besondere Feature, dass eTermio zusammen mit den Praxis-Verwaltungssystemen von Ärzten genutzt werden kann, da die digitalen Termine im Hintergrund und in Echtzeit synchronisiert werden. 

Wie würdet ihr eure Geschäftsidee in maximal 3 Sätzen beschreiben?  

eTermio ist eine flexible Online-Terminmanagement-Lösung, die sich an jedes Geschäftsmodell anpassen lässt. Die Unternehmen müssen sich um fast nichts kümmern, da das Terminmanagement voll automatisiert abläuft. Patienten von kleinen Zahnarztpraxen wie auch die Kunden von großen Friseurketten buchen darüber 365 Tage Jahr verbindlich ihre Termine – ganz einfach und schnell.

Was war euer größter Fehler?

Wir haben zu lange auf den reinen Vertrieb gesetzt und deswegen das Marketing vernachlässigt. Das würde ich heute so nicht mehr machen.

Wo seht ihr euch und euer Unternehmen in fünf Jahren?

Wir sind die führende Plattform, über die Menschen alle ihre Termine bei Unternehmen, Ärzten oder bei Kommunen buchen und verwalten können.

Was verbindet euch mit der Region FrankfurtRheinMain? Und was tut sich in unserem Startup-Ökosystem?  

Alle eTermio-Mitarbeiter wohnen in Mainz, Wiesbaden und Umgebung. Wir fühlen uns hier sehr wohl, da die Region viel zu bieten hat: nette Menschen, Natur, Feste, Geschäftskontakte und mehr.

eTermio wurde in Mainz gegründet, unser Büro war viele Jahre im TZM (Technologie-Zentrum Mainz). Nun sitzen wir in Mainz-Kastel, also in Wiesbaden, da wir uns eine bessere Wirtschaftsförderung als in Rheinland-Pfalz erhofft haben. Wirklich berauschend ist meiner Meinung nach aber die Unterstützung in keiner der beiden Bundesländer. Das liegt unter anderem daran, dass es hier zu wenige mutige Investoren und zu viele konservative Bänker gibt. Es wird zwar Geld in Start-ups in der Early Stage investiert, doch für die direkten Phasen danach mangelt es an Wachstumskapital. Das finden wir schade, denn das Rhein-Main-Gebiet und viele der hier angesiedelten Start-ups besitzen großes Potential.

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