creditshelf: CFO Fabian Brügmann im Exklusiv-Interview
Foto: creditshelf

Bei creditshelf ist auch in diesem Jahr wieder ordentlich Musik drin. Im Exklusiv-Interview zieht CFO Fabian Brügmann eine Zwischenbilanz zum Börsengang im vergangenen Jahr, spricht über die aktuelle Geschäftsentwicklung des Mittelstandsfinanzierers und verrät, warum sein Unternehmen nun unter die Publisher gegangen ist.

Kaum eine Woche ohne Pressemitteilung von creditshelf, es scheint sich unglaublich viel zu tun. Wie fühlt ihr euch?

Da wir jetzt im Prime Standard an der Börse gelistet sind und unsere Wachstumsgeschichte erfolgreich fortschreiben, steht die Uhr nie still. Wir sind agile Kolleginnen und Kollegen, die Lust auf Veränderungen haben und vor Herausforderungen nicht zurückschrecken. Jede News begreifen wir als Chance. Und dabei arbeiten wir ganz nach unserem Unternehmensmotto: einfach, schnell, innovativ.

Ihr gebt inzwischen sogar ein eigenes Magazin zur Mittelstandsfinanzierung heraus. Welche Idee steckt dahinter?

Das creditshelf Magazin hat unseren Marketing-Mix ergänzt. Es zahlt in erster Linie auf die Werte Markenbildung und Image ein. Kunden erkennen sich in den zwei bis drei Kundenportraits, die sich in dem Magazin finden, wieder und stellen anschließend eine Kreditanfrage. 

Wieviele Leser habt ihr denn und wo kann man das Magazin finden?

Das Magazin verfügt über eine Auflage von 100.000 gedruckten Exemplaren zuzüglich der digitalen E-Paper Verbreitung. Man findet uns in über 240.000 Hotelzimmern, zudem können 160 Millionen Passagiere auf Flügen von Lufthansa, Australian Airlines, Swiss, Eurowings und Edelweiss unsere Publikation lesen. Außerdem wird eine digitale Version an die Newsletter-Empfänger des BVMW verschickt.

Eines der Highlights bei creditshelf war sicherlich der Börsengang 2018. Wie fällt die Beurteilung des IPOs rückwirkend aus?

Bislang können wir eine positive Bilanz ziehen. Wir hatten uns drei Ziele gesetzt, die mit der Börsennotiz verknüpft waren: Erstens wollten wir frisches Kapital für weiteres Wachstum einnehmen, zweitens unsere Transparenz erhöhen sowie unsere öffentliche Wahrnehmung steigern und drittens wollten wir die Börsennotiz zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter nutzen. 

Wir vermuten, ihr habt alle drei Ziele erreicht?

Ja, dies alles ist uns gelungen. Besonders letzterer Punkt war wichtig, denn als börsennotiertes Unternehmen mit entsprechender Transparenz gelingt es einem in der Regel schneller, qualifiziertes Personal zu gewinnen. Wenn man sich die vielen hochqualifizierten Kolleginnen und Kollegen anschaut, die uns seit dem Börsengang verstärkt haben, wird das sehr deutlich.

Was sind denn generell die Vorteile eines IPOs?

Der Gang an die Börse eröffnet nachhaltig neue Entwicklungsmöglichkeiten. Das gilt auch für kleine und mittelständische Unternehmen. Wichtiger als die Größe ist die Ausrichtung und Qualität des Unternehmens. Ein attraktiver Börsenkandidat verfügt über wettbewerbsfähige Produkte, ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell und ein erfahrenes Managementteam. 

Unter welchen Voraussetzungen lohnt sich ein Börsengang gerade für tendenziell kleinere Unternehmen?

Jeder Unternehmer sollte sich zunächst fragen: Welche Ziele will ich mit einem Börsengang erreichen? Wenn der Mittelständler etwa Wachstumskapital braucht, könnte der Börsengang eine Option sein. Aber ein Börsengang bringt nicht nur Vorteile. Er kostet auch viel Geld. Erst wenn das Unternehmen weiß, wie viel es in der Vorbereitung investieren muss, kann man sagen, ob es sich lohnt oder nicht. Kurzum, es kommt immer auf die Situation drauf an, eine pauschale Aussage in die ein oder andere Richtung lässt sich nicht so einfach treffen. 

Wenn wir schon bei den Zahlen sind: Wie steht creditshelf momentan da? 

Das Wachstum von creditshelf setzt sich fort: Das Volumen arrangierter Kredite ist im ersten Halbjahr 2019 auf 35,8 Millionen Euro angestiegen und lag damit 132 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der vergangene Juni war mit 12,2 Millionen Euro arrangiertem Kreditvolumen zudem der stärkste Monat unserer bisherigen Unternehmensgeschichte. 

Welche Schlussfolgerungen zieht ihr daraus?

Diese Entwicklung bestärkt uns in der Ansicht, dass sich digitale Alternativen fest im Finanzierungsmix deutscher Mittelständler etabliert haben und nicht zuletzt dank creditshelf weiter etablieren werden. 

creditshelf ist in diesem Jahr auch Partner der Startup SAFARI Frankfurt RheinMain. Was versprecht ihr euch von der Teilnahme?
Die Teilnahme an der Startup SAFARI ist für uns nicht nur aus kommunikativen Gründen, sondern auch aus Gründen der Mitarbeiter-Rekrutierung spannend. Obwohl unser Team bereits stark wächst, suchen wir weiterhin Verstärkung in den unterschiedlichsten Bereichen. 

Du hast noch kein Ticket für die Startup SAFARI? Dann sichere dir jetzt hier deine Teilnahme zum Early Bird Tarif. Wir freuen uns auf dich!

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