22,5 Millionen Series-A für Solarenergie-Startup ENVIRIA
ENVIRIA-Gründer Melchior Schulze Brock

Die 22,5 Millionen Finanzierungsrunde des Frankfurter Startups wurde von der europäischen Risikokapitalgesellschaft Redalpine und Galileo Green Energy, einer paneuropäischen Entwicklungs- und Investitionsplattform für erneuerbare Energien, gemeinsam mit BNP Paribas Développement und dem Impact-Investor Alter Equity geleitet. ENVIRIA will das neue Kapital nutzen, um seine Solarkonzepte auszubauen und weiterzuentwickeln.

Das Solarenergie-Startup ist spezialisiert auf groß angelegte solarzentrische Energielösungen und Energy-as-a-Service-Konzepte im B2B-Bereich, von Installation über Finanzierung bis hin zur Nutzung. Die Lösung von ENVIRIA reduziere die Komplexität, mit der Unternehmen konfrontiert sind, wenn sie energieunabhängig werden und gleichzeitig die Energiebudgets sowie die wachsenden regulatorischen und sozioökonomischen Ziele zur Dekarbonisierung der Wirtschaft erfüllen wollen, so das Unternehmen.

“Seit unserer Gründung im Jahr 2017 haben wir das Unternehmen, unsere Expertise und unser Netzwerk organisch wachsen lassen. Mit dieser Investition schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass sich ENVIRIA zu einer dezentralen Plattform für erneuerbare Energien speziell für den B2B-Sektor entwickeln kann”, sagt Melchior Schulze Brock, ENVIRIA Gründer und CEO. Das Frankfurter Startup ENVIRIA wurde 2021 mit dem Hessischen Gründerpreis für “Social Impact” ausgezeichnet.

ENVIRIA hat mehr als 105 gewerbliche Projekte durchgeführt

ENVIRIAs integrierter Ansatz ermögliche es dabei einem breiten Spektrum von Unternehmen – von KMUs über Konzerne bis hin zum Immobiliensektor – ihre Energiekosten effektiv zu senken, ihre Nachhaltigkeitsagenda zu verfolgen und durch Solaranlagen zur Energiewende beizutragen. Bis heute hat das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 105 gewerbliche Projekte mit einer installierten Leistung von über 50 MW entwickelt und allein im letzten Jahr über 28.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart.

Das Potenzial von Solarenergie an und auf Privat- und Gewerbeflächen allein in Deutschland ist riesig. Das Bonner Unternehmen EUPD Research geht von derzeit 11 Prozent Photovoltaik-Sättigung aus, und gerade einmal 13 Prozent der installierten Photovoltaik-Anlagen befinden sich in der Hand von Gewerbetreibenden, rechnet die Agentur für Erneuerbare Energien vor. Der Anteil von Solarenergie an der deutschen Nettostromerzeugung betrug im vergangenen Jahr gut zehn Prozent, was etwa 48 Terrawattstunden entspricht.

 „Die Transaktion zeigt deutlich, dass das Interesse an Investments im Bereich erneuerbare Energien und nachhaltige Geschäftsmodelle steigt. Die Ukraine-Krise und der Klimawandel wirken hier zusätzlich wie ein Katalysator. ENVIRIA hat mittels dieser Finanzierungsrunde tolle Partner gefunden und entspricht damit genau diesem Trend“, kommentiert Florian Plagemann von der Wirtschaftskanzlei CMS, die den Prozess begleitet hat.

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