Fraport AG: Innovation ist Pflicht
Foto: Fraport AG

Der Frankfurter Flughafen ist der größte Flughafen Deutschlands. Gleichzeitig ist er der größte lokale Arbeitgeber des Landes. Damit das auch so bleibt, arbeitet Kerstin Bitterer, Vice President Concepts and Procedure der Fraport AG, mit ihrem Team stets an neuen digitalen Projekten. Unter anderem läuft gerade ein Wettbewerb in Kooperation mit der Frankfurter Innovationsplattform TechQuartier.

Startups können sich noch bis zum 29.11. mit ihren innovativen Ideen für den Flughafen bei der gemeinsamen Initiative FRAXperience bewerben. „Wir suchen neue digitale Lösungen, um das Reiseerlebnis am Flughafen aufzuwerten. Gerade das sich im Bau befindliche Terminal 3 bietet viele Chancen für innovative Ansätze“, so Bitterer. Wenn die Projekte gut funktionieren, sollen sie am ganzen Flughafen zum Einsatz kommen.

Von der Zusammenarbeit mit dem TechQuartier erhoffen sich Bitterer und ihr Team viel. Das Frankfurter Startup Zentrum ist national und international gut vernetzt – davon möchte auch Fraport profitieren: „In der Zusammenarbeit mit Startups liegt großes Potenzial, gerade etablierte Unternehmen profitieren vom Austausch“, erklärt Bitterer, „wir wollen über verschiedene Formate, wie zum Beispiel die Startup SAFARI, Kontakt zur Szene aufnehmen und ein besseres Verständnis für die Zusammenarbeit mit Startups entwickeln.“

„Fast jede Technologie kann hier zum Einsatz kommen”

Die Bereiche, in denen digitale Projekte umgesetzt werden können, sind zahlreich. Bitterer sieht im Facility Management genauso Prozesse, die optimiert werden können, wie bei Kontrollen und Instandhaltungen: „Mit rund 81.000 Beschäftigten ist der Flughafen eine eigene Kleinstadt mit einer schier endlosen Vielfalt an Möglichkeiten. Fast jede Technologie kann hier zum Einsatz kommen.“

So hat Fraport im Oktober gemeinsam mit dem Badener Startup Hybrid Airplane Technologies ein heliumgefülltes Hybridflugzeug getestet. Das mit einer Kamera ausgestattete Flugzeug soll die Kontrollen in den riesigen Terminalhallen vereinfachen. Der Clou: Das Design des Flugzeugs vereint Ballon, Flugzeug und Hubschrauber. Dadurch ist es sehr beweglich – ideal in den unübersichtlichen Hallen. Zurzeit überlegt Fraport, wie man die Fluggeräte verbessern könnte. Künstliche Intelligenz beispielsweise soll Probleme wie herumliegende Gegenstände automatisch identifizieren. Das spart nicht nur Arbeitszeit. Auch die Möglichkeit, neue Perspektiven wie eine Sicht von oben einzunehmen, schätzt Fraport an den Fluggeräten.

Innovation ist notwendig

Bitterer ist sich sicher, dass digitale Innovationen notwendig sind für das Fortbestehen des Frankfurter Flughafens. Der Markt sei hart umkämpft – europäische Flughäfen wie Heathrow und Amsterdam buhlen um die Gunst der Flugreisenden. „Um dauerhaft erfolgreich zu bleiben, müssen wir auf innovative und digitale Technologien setzen. Nur so bleiben wir attraktiv für unsere Kunden, Beschäftigten und Anteilseigner.”

Insgesamt sei die Rhein-Main Region dafür ein guter Standort. Der Finanzmarkt, die Unterstützung durch das Land Hessen und die Hochschulen würden zu einer Gründerszene beitragen, „die sich durchaus mit der viel genannten Berliner Startup-Szene messen kann.“ Auch die zentrale Lage in Europa sei ein Pluspunkt – sowohl für Startups als auch den Flughafen Frankfurt.

Die Fraport AG ist Besitzerin des Flughafengeländes. Zu ihren Anteileignern gehören unter anderem das Land Hessen und die Lufthansa. Am Frankfurter Flughafen sind 81.000 Menschen beschäftigt. Auf 26 Quadratkilometern sammeln sich über 500 Firmen und Institutionen. Der Flughafen hat knapp 70 Millionen Fluggäste pro Jahr.

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