Weitere Details: Das plant die Deutsche Bank mit FYRST
Foto: Porapak Apichodilok / Pexels

Wie aus dem Nichts war in der vergangenen Woche durchgesickert, dass die Deutsche Bank mit einem eigenen Banking-Angebot für Freiberufler und Einzelunternehmer an den Start geht und somit in unmittelbare Konkurrenz zu jungen Smartphone-Banken tritt. Details zu FYRST, so der Name des neuen Angebots, sind nur wenige bekannt. Wir wollten mehr zu den Hintergründen und haben bei der Deutschen Bank nachgefragt.

Es sind bewegte Zeiten bei der Deutschen Bank: Am Wochenende wurde bekannt, dass das Unternehmen 18.000 Stellen streichen wird. In diesem Zusammenhang geht die Positivmeldung zum Launch von FYRST, einer Digitalbank für Selbstständige und Freiverufler, fast unter. Erschwerend kommt hinzu, dass die App zum neuen Produkt noch nicht zur Verfügung steht – was wiederum zahlreiche Kritiker auf den Plan rief, die Unverständnis über das Vorgehen äußerten. 

“Wir haben uns für FYRST für einen Softlaunch entschieden, da wir noch Anregungen und Verbesserungsvorschläge unserer ersten Kunden aufnehmen möchten”, erklärt dazu auf STATION-Anfrage Jens Wohlfahrt, der bei der Postbank, wo FYRST im Konzern angesiedelt ist, für das Projekt verantwortlich ist. Im weiteren Jahresverlauf wolle man aber einer umfassenden Kampagne in den Markt starten.

Kooperationen mit Telekom und HDI

Mit Blick auf die Motivation hinter dem Produktlaunch verweist Wohlfahrt insbesondere auf die Kundengruppe der Gründer, Freiberufler und Selbstständigen, die man mit einem speziellen Angebot ansprechen wolle. Gerade als großes Institut im stärker werdenden Wettbewerb mit kleineren Anbietern gehe es darum, für diese “potenziell digitalaffine Zielgruppe attraktiv zu sein.” 

Einen weiteren Benefit für mögliche Kunden von FYRST lässt Wohlfahrt bereits vor dem offiziellen Launch durchblicken. Mit der Deutschen Telekom und dem Versicherungsunternehmen HDI wurden Kooperationen geschlossen, um FYRST mit entsprechenden Telekommunikations- und Gewerbesachversicherungsangeboten zu verknüpfen und so ein Leistungsportfolio bieten zu können, dass über “Banking und Near-Banking-Lösungen” hinausgeht. 

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