Heute stellen wir euch Lea Baumbach vor, Geschäftsführerin des Textilunternehmens Rudolf Baumbach GmbH in dritter Generation. 2025 hat sie den Hessischen Gründerpreis in der Kategorie “Zukunftsfähige Nachfolge” gewonnen.
Unternehmensnachfolge klingt erstmal nicht nach Gründung. Aber wenn man das Unternehmen modernisiert, mit kreativen Ideen weiterentwickelt oder das Unternehmen strategisch neu ausrichtet – so wie Lea Baumbach – dann hat das sehr viel mit Gründergeist und Unternehmertum zu tun.
Im Interview mit Lea Baumbach sprechen wir über Re-Branding, Automatisierung und was der Gewinn des Hessischen Gründerpreises für sie und ihr Team bedeutet.
Die aktuelle Bewerbungsphase für den Hessischen Gründerpreis #HGP26 läuft noch bis zum 10.05.2026. Mehr dazu im Artikel.
Anfang 2024 hast du die Leitung der Netzfabrik Rudolf Baumbach GmbH in Lauterbach übernommen – ein traditionsreiches Familienunternehmen, das seit Generationen für die Herstellung hochwertiger textiler Netze steht. Stelle dich und dein Unternehmen bitte kurz vor.
Ich bin Lea, Unternehmerin und Geschäftsführerin der Rudolf Baumbach GmbH.
Unser Familienunternehmen produziert seit über 70 Jahren technische Textilien in Deutschland. Wir arbeiten mit Kunden aus ganz Europa und bedienen unterschiedliche Branchen – von der Automobilbranche über medizinische Anwendungen bis hin zu nachhaltigen Lösungen z. B. aus Basalt. Als Nachfolgerin in der dritten Generation sehe ich meine Aufgabe darin, Tradition nicht nur zu bewahren, sondern das Unternehmen aktiv weiterzuentwickeln.
Was bedeutet es für dich, den Hessischen Gründerpreis 2025 in der Kategorie Zukunftsfähige Nachfolge gewonnen zu haben?
Der Gewinn des Hessischen Gründerpreises war für mich eine große Bestätigung – persönlich, aber vor allem auch für unser gesamtes Team. Er zeigt, dass Nachfolge zukunftsfähig ist, wenn man bereit ist, Tradition weiterzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig macht Preis das Thema Nachfolge noch sichtbarer und genau das ist wichtig, weil viele Unternehmen in den kommenden Jahren vor dieser Herausforderung stehen.
Wie hat sich der Gewinn des Hessischen Gründerpreises im November 2025 auf dein Unternehmen in den darauffolgenden Monaten ausgewirkt?
Der Gewinn hat vor allem unsere Sichtbarkeit deutlich erhöht – sowohl in der Region als auch darüber hinaus. Dadurch sind neue Kontakte, Gespräche und auch konkrete Anfragen entstanden. Gleichzeitig hat der Preis intern viel bewirkt. Er war eine starke Bestätigung für unser Team und unseren gemeinsamen Weg. Das schafft Motivation und zeigt, dass sich die Weiterentwicklung des Unternehmens lohnt.
Was steht als nächstes auf euerer Roadmap?
Aktuell arbeiten wir vor allem an der Automatisierung unserer Prozesse und dieses Jahr steht unser großes Re-Branding an, um unser Unternehmen nach außen klarer zu positionieren. Gleichzeitig möchten wir neue Märkte erschließen und unsere bestehenden Strukturen weiterentwickeln.
Die Bewerbungsphase für den Hessischen Gründerpreis 2026 läuft aktuell. Warum empfiehlst du Gründer*innen, sich bei dem HGP zu bewerben und welchen Tipp würdest du ihnen an die Hand geben?
Ich kann nur empfehlen, sich zu bewerben, weil der Prozess selbst schon unglaublich wertvoll ist. Man setzt sich intensiv mit dem eigenen Unternehmen auseinander, reflektiert den eigenen Weg und wird gezwungen, Dinge klar zu formulieren. Mein Tipp: authentisch bleiben und den eigenen Weg ehrlich erzählen. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern greifbar zu machen, wofür man steht und wohin man möchte.
Bewerbung zum Hessischen Gründerpreis 2026
Was bedeutet es, den Hessischen Gründerpreis zu gewinnen? Es ist mehr als eine Urkunde oder eine Trophäe – es ist ein Gütesiegel für deine Gründung oder Unternehmensnachfolge. Ein Zeichen dafür, dass du eine hochkarätige Jury überzeugt hast. Und eine Auszeichnung, die Türen öffnen kann!
Jetzt bis 10.05.2026 bewerben: hessischer-gruenderpreis.de/bewerbung
Weitere Beiträge
STATION ist seit 2021 Medienpartner des Hessischen Gründerpreises, unter dem folgenden Link sind die Vorstellungen der Sieger der letzten Jahre zum nachlesen.
Dieser Beitrag ist auch Teil unserer Kolumne Mittelhessen Spotlight. Hier präsentiert unser Kooperationspartner Foundershub Mittelhessen regelmäßig ausgewählte Artikel aus der mittelhessischen Gründungsszene, um die Vernetzung der Ökosysteme Frankfurt Rhein Main und Mittelhessen zu stärken.
