Schul-App Sdui zeigt, was Schulen besonders bei der Digitalisierung brauchen
Sdui Gründungsteam (v.l.): Jan-Micha Kroll, Timo Stosius, Daniel Zacharias.

Der Nachholbedarf der Schulen bei der Digitalisierung ist enorm. Dabei helfen kann Sdui, die DSGVO-konforme Plattform für Kommunikation und Organisation in Schulen. Das junge Gründerteam ist am Zahn der Zeit, erreichte bereits Anfang 2020 mehrere hundert Schulen und gewann den High-Tech Gründerfonds sowie Shortcut Ventures als weitere Investoren für eine Seed-Finanzierung von insgesamt 2 Mio. €. Dass Sdui mit dem Vorhaben auf dem richtigen Weg ist, zeigt die aktuelle Auswertung der Zahlen. Etliche Schulen haben das bereits erkannt, die erhöhte Nachfrage ist deutlich sichtbar. Wir haben mit Daniel Zacharias, dem Gründer und CEO von Sdui, gesprochen und Insights in die neuen Zahlen bekommen.

Euer Motto ist: „Einfach digital kommunizieren und unterrichten“. Das ist im Zuge der Schulschließungen aufgrund der Corona-Krise extrem wichtig. Was macht Eure Schul-App Sdui aus?

Sdui ist innerhalb von 30 Minuten an einer Schule eingerichtet und startklar. Ist die App dann einmal heruntergeladen, ist die Bedienung selbsterklärend und intuitiv.

Ein konsistenter und sicherer Kommunikationsweg zu Eltern und Schülern ist der Schlüssel, um einen Schulbetrieb in den nächsten Wochen weiterhin zu Hause (oder teils im Schulgebäude) zu ermöglichen. Inhaltlich digitales Lernen baut auf diesen Grundstein auf.

Schulen und Schulträger in ganz Deutschland benutzen Sdui bereits. Wie können sich interessierte Schulen neu anmelden? 

Ganz einfach über unsere Homepage, dort erhalten interessierte Schulen alle Informationen. Wir bieten kostenlose Live-Demos und Webinare für eine ausführliche Erklärung von Sdui an. Es kann aber auch direkt Kontakt für ein unverbindliches Angebot aufgenommen werden.

Die schnelle Reaktion auf veränderte Rahmenbedingungen und der aktuelle Bedarf zeigen, dass ein Austausch von Digitalunternehmen und Schulen absolut notwendig ist, um gemeinsam die Digitalisierung des Schulsektors voran und nicht an ihnen vorbei zu treiben. Denkt ihr weiter, um Schulen gerade in der schwierigen Übergangszeit der nächsten Wochen und Monate bestmöglich zu begleiten?

Bisher lag unser Fokus auf Kommunikation. Aktuell merken wir jedoch, dass Schulen den gesamten Unterricht über die App organisieren. Gemeinsam mit Lehrkräften und Schulleitungen entwickeln wir deshalb gerade einen eLearning-Leitfaden – eine Art pädagogisches Medienkonzept zur optimalen Nutzung der App im gesamten Schulbetrieb. Dafür denken wir auch an mögliche Kooperationen mit anderen digitalen Anbietern, die unseren Leistungsumfang komplettieren, um so Schulen noch besser zur Seite stehen zu können.

Wie seht ihr das Zukunftspotential und weitere Entwicklungen von Sdui über die Krise hinaus, wenn Schulen wieder öffnen?

Wir sehen ein großes Potenzial, mithilfe von digitaler Kommunikation auch nach Corona den Alltag in Schulen zu verbessern. Vor allem den Verwaltungsaufwand für Lehrkräfte und Schulleitungen kann man durch digitale Prozesse in vielen Bereichen stark reduzieren. Wir bauen mit Sdui digitale Werkzeuge, die möglichst einfach, sicher und hilfreich sind. Dadurch ermöglichen wir es jeder Schule, von diesem Potenzial der Digitalisierung Gebrauch zu machen und mehr Zeit für das zu haben, worum es bei Bildung eigentlich geht: Lernen, Schulentwicklung und persönliche Beziehungen.

Welche Funktionen hat Sdui genau und warum ist das besser als andere Kommunikationstools?

Sdui ist besser geeignet, weil es für Schulen entwickelt wurde. Wir haben das Unternehmen selbst aus der Schule heraus gegründet, weil wir so frustriert über die langsamen und analogen Kommunikationswege waren. Sdui ist DSGVO-konform, hat alle seine TÜV- & ISO-zertifizierten Server in Deutschland und durch den Auftragsdatenverarbeitungsvertrag (AVV) bleibt die Schule zu jeder Zeit Eigentümer aller Daten.

Die Anmeldung funktioniert ohne persönliche Daten wie E-Mail-Adresse oder Handynummer. Jeder Nutzer erhält seinen Zugang durch einen personalisierten Code. Das heißt gleichzeitig, dass jeder Account gleich individuell passend zugeschnitten ist: mit eigenem Stundenplan und Gruppen, in denen es z.B. Chat- und Cloud-Funktionen gibt. Im Bereich „Mehr“ in der App kann jede Schule außerdem ganz individuell Add-Ons hinzufügen wie direkte Links zur Schulhomepage oder Mensa-Buchungstools. So kann die App als All-In-One Lösung oder Ergänzung genutzt werden und die verschiedenen Bedürfnisse jeder Schule erfüllen.

Ist die Funktion von Sdui immer an eine Schule angebunden?

Bisher ist die Funktion von Sdui an Schulen gebunden. Über die Daten der Schule werden automatisch die Accounts der Lehrkräfte und Schüler mit den individuellen Stundenplänen und Gruppen generiert, die Eltern-Accounts mit denen ihrer Kinder verknüpft. Das Konzept Sdui funktioniert einfach am besten, wenn die ganze Schule es nutzt – wir wollen ja gerade, dass jeder alle wichtigen Informationen erhält und nicht mehr zig verschiedene Plattformen dafür notwendig sind.

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Hier gehts zu den JOBS bei Sdui

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Was ist Sdui?

Schnelle Digitalisierung von Schulen – vielerorts zeigte sich in den vergangenen Wochen durch die bundesweiten Schulschließungen, dass zwar seit Jahren darüber gesprochen und diskutiert wird, in der Praxis jedoch viel zu wenig passiert ist. Die neue Vorgabe von Bund und Ländern sieht eine stufenweise Öffnung von Schulen ab dem 4. Mai vor – die Ausnahmesituation an den Schulen bleibt also noch in den nächsten Wochen bestehen. Was können Gemeinden, Schulträger und Schulen nun tun, um das weitere Lernen zu Hause unter ständigem Wechsel zwischen Schule und Zuhause zu organisieren? Für diese neuen Herausforderungen ist eine sinnvolle digitale Struktur hilfreich, um Lehrer, Schüler und Eltern tagesaktuell abzuholen und einen flexiblen  Lehrbetrieb zu sichern.

Tägliche Nachrichten über die App 167 mal höher als vor den Schulschließungen

Bei Sdui schon in den letzten Wochen  ein deutlicher Anstieg des Austausches von “News-Beiträgen” in der App zu sehen, das sind z.B. Elternbriefe, welche per App versandt werden. Schon zwei Wochen nach Beginn der Schulschließungen war die Anzahl der Nachrichten um 447 % im Vergleich zur gleichen Zeit des Vorjahres gestiegen.  Auch die Aktivitäten im Chat haben zugenommen –  die Anzahl der täglichen Nachrichten über diesen Kanal ist 167 mal höher als der Durchschnitt vor den Schulschließungen. Zudem gehen nun bis zu 1,5 Mio. Push-Nachrichten täglich über die Sdui-App an mobile Endgeräte. 

Anzahl der hochgeladenen Dokumente hat sich verzehnfacht

Ebenfalls stark angestiegen in den letzten Wochen ist die Nutzung der Sdui-Cloud für den Austausch von Dateien: In den letzten zwei Märzwochen 2020 hat sich die Anzahl der hochgeladenen Inhalte in der Cloud verzehnfacht. Hier zeigt sich, was eine gute digitale Lösung für Schulen noch benötigt: Kommunikation und Austausch von Material sollten sinnvoll und einfach miteinander verknüpft sein. “Diesen Bereich haben wir kurzfristig nochmals optimiert, aufgrund des Feedbacks der Schulen und der hohen Nachfrage. Wir haben hier einen ‘Abgabeordner’ entwickelt. Bis dato konnten Schüler nicht den Upload in unsere Cloud nutzen. Das haben wir damit verändert. Jeder Schüler kann nun seine Aufgaben schnell und sicher dem Lehrer übermitteln, sieht aber dabei nur seine eigenen Dokumente. Den Überblick über alle Schülerdateien hat nur der Lehrer”, erklärt Zacharias.

Verbesserungen und perfekter Service und schnelle, kompetente Betreuung.

So hat es übrigens angefangen: https://station-frankfurt.de/2017/12/21/sdui-digitalisierung-fuer-schulen/

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