5 Fragen an … Cleenr
Gründer Victor Fischer (Foto:Cleenr)

Überall ist Müll: In den Meeren, in den Fußgängerzonen, sogar in den Bäuchen von Tieren. Wie man das Mülls Herr werden kann, wird zu einer zentralen gesellschaftlichen Frage. Cleenr hat sich das zur Aufgabe gemacht und kämpft gegen all die kleinen Hinterlassenschaften des Menschen: Kronkorken, Kippenstummel und mehr. Wie sie das machen wollen, hat uns Gründer Victor Fischer in 5 Fragen an … Cleenr verraten.

Wer seid ihr, was macht ihr und wie seid ihr zu dem gekommen, was ihr heute macht?

Cleenr ist ein Startup, das sich als Aufgabe die Bewältigung der Müllflut in den nächsten 10 Jahren gesetzt hat. Ich habe mich als Seriengründer nach der Übernahme von Calmdura (meinem letzten Venture) mit Kommunen und der DUH auseinandergesetzt um in Erfahrung zu bringen, welches die dringendsten Herausforderungen sind, mit welchen wir in den kommenden Jahren in den Städten konfrontiert sind. Laut einer Studie des VKU sind das in Deutschland und der EU die zunehmenden Plastikmengen in den Meeren (insbesondere von Einwegplastik). Dazu gehören auch Zigarrenstummel, die einen großen Teil des Wegwerfens ausmachen.

Wie würdet ihr eure Geschäftsidee in maximal 3 Sätzen beschreiben?

Cleenr wurde gegründet um der Vermüllung durch Kippen, Kronkorken und Kaugummis entgegenzutreten. Neben der Entfernung, also des effizienten Einsammelns, entwickeln wir Lösungen und Möglichkeiten, diese statistisch zu erfassen. Wir wollen hier sowohl mit Sammlern (Städten- und Kommunen, Hausmeistern, Clean-ups) als auch den Verursachern zusammenarbeiten.

Was war euer größter Fehler?

Auf gesetzliche Rahmenbedingungen zu setzen ist keine gute Idee. Das führt meist zu Fehlentwicklungen. Die Herstellerverwantwortung der EU wird kommen, jedoch sollte dies nicht die Hauptmotivation für uns sein. Vielmehr sollte einen Anreiz geschaffen werden, damit wir unsere Umwelt und die Meere nicht weiter vermüllen. Das Thema Ozeane ist uns sehr wichtig.

Wo seht ihr euch und euer Unternehmen in fünf Jahren?

In fünf Jahren haben wir die Halbzeit unseres Projektes erreicht, bis 2030 einen wesentlichen Beitrag für die Stadtsauberkeit zu leisten. Ich wünsche mir, dass wir bis dahin eine Belohnung für Sammler entwickelt haben, die durch Bilderkennung unterstützt wird. Ich könnte mir gut vorstellen, Cleenr an Bonus-Punkt-Modelle anzuschließen.

Was verbindet euch mit der Region FrankfurtRheinMain? Und was tut sich in unserem Startup-Ökosystem?

Ich habe hier studiert, geheiratet und meine Kinder wurden hier eingeschult. Selbst in den Schulen wird bereits auf das Plastikproblem aufmerksam gemacht. Wir haben mit Tarek Al-Wazir einen Minister, der sich für die Zukunft der Rhein-Main Region einsetzt und dabei ökologische und ökonomische Interessen gleichermaßen berücksichtigt.