Grün heizen: Deutsche Wohnen steigt bei WIRMAG ein
Das Heizsystem von im Einsatz (Foto: WIRMAG)

Wie unter anderem die Wirtschaftswoche berichtete, steigt mit der Deutsche Wohnen eines der größten Immobilienunternehmen Europas bei WIRMAG ein. Wie hoch das Investment genau ist, ist nicht bekannt. Umso ausführlicher haben wir mit WIRMAG-Geschäftsführer Lars Stevenson darüber gesprochen, welche Möglichkeiten sich für sein Unternehmen durch die Kooperation ergeben und welche Rolle der Standort Frankfurt für das Startup in Zukunft spielen soll. 

WIRMAG wurde im Jahr 2017 von Lars Stevenson und Siegrfried Schneider gegründet. Das Startup hat eine neue und innovative Generation emissionsfreier und hocheffizienter Wärmeerzeugungs- bzw. Heizsysteme für Ein- und Mehrfamilienhäuser entwickelt. Die patentierte Heizung EMI-1 funktioniert nach dem magnetokalorischen Prinzip, kann so ohne den Zusatz von fossilen Brennstoffen Wärme erzeugen und schont gleichzeitig die Umwelt. 

Die laut WIRMAG einzigartige Technologie hat im Rahmen einer Finanzierungsrunde nun auch die Deutsche Wohnen überzeugt, die Investitionssumme soll im Millionenbereich liegen. Laut Geschäftsführer Stevenson ist das Hauptziel der Zusammenarbeit “die Markteinführung der EMI gemeinsam mit einem starken Partner. Mit EMI kann der Bestand der Deutsche Wohnen energetisch saniert werden”, erklärt der Geschäftsführer von WIRMAG. Bislang befindet sich die Lösung im Prdouktions-Rollout und soll bis Ende des Jahres eingeführt werden. 

Gut für die Umwelt, weniger Nebenkosten

Die Voraussetzungen für WIRMAG scheinen günstig zu sein: Die Wohnraumerwärmung trägt in Deutschland signifikant zum hohen CO2-Ausstoß bei, der Sanierungsbedarf im Wohnbestand ist enorm. “Wir freuen uns nicht nur auf die positiven Umwelteffekte – auch die Mieter werden in der Senkung der Nebenkosten für Wohnwärme entlastet”, unterstreicht Stevenson die Vorteile der Technologie von WIRMAG. Zudem sei das System wartungsfrei und in der Installation unkompliziert. 

Lars Stevenson (Foto: WIRMAG)

Im Zuge des Wachstum des Green-Tech-Startups, das seine Wurzeln im pfälzischen Bad Dürkheim hat, soll in Zukunft der Standort Frankfurt eine noch stärkere Rolle einnehmen. Während dort bislang ausschließlich Beratung stattgefunden hat, ist nun ein Showroom geplant, in dem die EMI-Heizung im Dauerbetrieb begutachtet werden kann. Zudem, so Stevenson, habe WIMAG kürzlich Verträge mit “namhaften Distributoren” abgeschlossen, darunter Meier Tobler aus der Schweiz.

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