Auctopus: Premium-Deals unter dem Online-Hammer
Die Auctopus-Gründer Thomas Götzfried (l.) und Peter Fries (Foto: Auctopus)

„Dein Traum, Dein Gebot, Dein Deal“ – unter diesem Motto haben zwei Unternehmer aus Wiesbaden in dieser Woche die  E-Commerce-Plattform Auctopus gelauncht. Das Besondere: Nutzer können in geheimen Online-Auktionen auf Premiumprodukte bieten. Mit ihrem Konzept wollen die Gründer Thomas Götzfried und Peter Fries Luxusanbietern einen effektiven Vermarktungskanal für den Abverkauf von Überproduktionen und Ausläufern bieten.

Bislang entziehen Unternehmen Premiumprodukte lieber ganz dem Markt, als ihrem Markenimage durch offene Preisreduktionen zu schaden. Auch Hotels, Kreuzfahrt- und Fluggesellschaften wahren oft Exklusivität um jeden Preis, anstatt ihre Restplätze günstiger zu vermarkten. „Das erscheint in der heutigen Zeit sowohl ökonomisch als auch ökologisch fragwürdig“, erklärt Thomas Götzfried. Mit Auctopus haben er und sein Geschäftpartner Peter Fries nun einen neuen Vertriebsweg geschaffen, der dieses Problem löst.

Bei Auctopus erhalten Nutzer die Möglichkeit, dem Anbieter im Rahmen von zeitlich befristeten Auktionen ihren Wunschpreis verdeckt mitzuteilen. So kann dieser die höchsten Gebote annehmen und insgeheim Rabatte geben, die seinem Markenimage nicht schaden. Der Endkunde wiederum erhält bei Auctopus die Chance, hochwertige Produkte und Dienstleistungen deutlich günstiger als zum Originalpreis zu erwerben und sich so vielleicht einen Traum zu erfüllen.

Modern, gut situiert und E-Commerce-affin

„Wir glauben, dass es für Anbieter mit Anspruch an ihr Markenimage grundsätzlich Sinn macht, vor jeder offenen Rabattierung für einen begrenzten Zeitraum Auktionen mit Auctopus vorzuschalten. Die Kosten hierfür sind gering und Produkte bzw. Dienstleistungen werden nur dann veräußert, wenn annehmbare Gebote eingehen“, so Peter Fries, Co-Gründer und Geschäftsführer. Auf Konsumentenseite richtet sich Auctopus vor allem an Schnäppchenjäger, die tendenziell modern, gut situiert und zwischen 25 und 40 Jahre alt sind sowie eine Affinität für  das Thema E-Commerce haben.

Im Vergleich zu bekannten Deal-Portalen gibt es laut Thomas Götzfried bei Auctopus keine reißerischen Rabattversprechen. “Im Idealfall gibt es bei uns Deals, die es auf den üblichen Schnäppchenportalen gar nicht gibt, weil die Anbieter ihre Rabatte nicht öffentlich machen”, erklärt Götzfried weiter. Die Villa Kennedy etwa, einer der ersten Kooperationspartner, “würde niemals bei Urlaubsguru oder Secret Escapes anbieten”, so der 52-Jährige weiter. Weitere Deals zum Markteintritt kommen von Condor oder Transocean, darüber hinaus gibt es beispielsweise Tickets für die Elbphilharmonie zu ersteigern.

In den nächsten Monaten plant das Auctopus-Team, Auktionen in den verschiedensten Kategorien ausspielen, um mit der Zeit möglichst zielgruppenspezifisch werben zu können. Außerdem sind sich die Gründer offenbar auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst: Auctopus vereinbart mit seinen Anbietern, dass diese einen Anteil der zu zahlenden Provision einer gemeinnützigen Organisation zukommen lassen.

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