massUp-Gründer Fischer: “Wir haben uns viel vorgenommen!”
Foto: massUp

Das Mainzer Insurtech massUp hat am Dienstag eine Kooperation mit dem Beratungsunternehmen Willis Towers Watson verkündet, “strategisch” und “weltweit gültig”, wie der Presseinformation zu entnehmen ist. Wie die neu geschmiedete Allianz B2B-Kunden in internationalen Märkten betreuen möchte und welche Dimensionen die Kooperation hat – wir haben bei Fabian Fischer, Gründer und Managing Director von massUp, nachgefragt.

Bereits seit 2017 arbeitet massUp, Spezialist für Whitelabel-Lösungen im Versicherungsbereich, mit Willis Re, dem Rückversicherungs-Broker von Willis Towers Watson, zusammen. „massUp stellt eine exzellente Ergänzung für unser Kern-Angebot an unsere Kunden dar“, erkärt Mark Hvidsten, Deputy Chairman von Willis Re. “Alle Versicherer suchen nach neuen und effizienteren Wegen, um ihre Produkte zu vertreiben und ihr Geschäft zu digitalisieren”.

Zeichen stehen auf Internationalisierung

Zustande gekommen ist der Kontakt laut massUp-Gründer und CEO Fabian Fischer über den Insurtech-Accelerator von Startupbootcamp in London – laut Fischer ein “extrem guter Hotspot für Insurtechs”. Durch die Verankerung der Partnerschaft stehen die Zeichen nun eindeutig auf Internationalisierung. Zwar bleibe das Team in Deutschland, man arbeite jedoch sowohl bei der Produktentwicklung als auch vor allem im Vertrieb weltweit eng zusammen, so Fischer.

In Sachen Expansion wolle man sich mittelfristig auf die USA und Südostasien fokussieren, allerdings, so Fischer, könne man durch die neue Ausrichtung nun prinzipiell alle Märkte bedienen, in denen Willis Towers Watson tätig ist. “Willis ist in rund 140 Ländern vertreten – das gibt uns jetzt die Chance genau diese Skalierung voran zu treiben”, kommentiert Fischer. Den deutschen Versicherungsmarkt schätzt er im internationalen Vergleich als stark ein, der Wettbewerb sei hier ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Erstes gemeinsames Produkt bereits auf dem Markt

Was genau hinter dem Label der strategischen Partnerschaft steckt und ob die enge Zusammenarbeit vielleicht auf eine Beteiligung hinauslaufen könnte, will der massUp-Founder nicht verraten. Die Partnerschaft habe jedoch eine langfristige Strategie als Grundlage und man habe sich viel vorgenommen – das lässt sich Fischer dann doch entlocken. Man darf also gespannt sein, was noch kommt.

Eine echte Mainzer Erfolgsgeschichte ist massUp definitiv schon jetzt – zumal aus der Zusammenarbeit mit WillisRe bereits konkrete Ergebnisse hervorgegangen sind. Beide Unternehmen haben gemeinsam eine Smartphone-Versicherung entwickelt, die in mehreren Märkten verfügbar ist. Anfang 2019 wurde das Produkt basierend auf massUps API-Plattform auch in Deutschland gelauncht, zusammen mit der GAV-Versicherung AG, Tochterunternehmen der DEVK.

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