Beyond Branding: “Auf HelfenFRM sind grandiose Menschen”
Markus Dalka, Gründer von Beyond Brandng. Foto: Beyond Branding.

Wer steckt eigentlich hinter HelfenFRM? Vor einigen Wochen haben wir die Plattform gelaunched – mittlerweile haben sich viele Betriebe, Gastronom:innen und Hänlder:innen auf der Plattform registriert. HelfenFRM unterstützt „Lieblingsorte” im Einzelhandel, der Gastronomie und dem Dienstleistungssektor in FrankfurtRheinMain, die aufgrund von Corona existenzgefährdet sind. Es haben sich aber auch einige Unternehmen gemeldet, die großzügig ihre Hilfe angeboten haben. Diese Woche präsentieren wir dazu Beyond Branding aus Frankfurt!

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Markus Dalka und ich wohne mittlerweile elf Jahre in Frankfurt, der schönsten Stadt am Main 😉 Ich bin 36 Jahre alt und habe 14 Jahre lang diverse Marketing Positionen in verschiedenen Unternehmen, vom Startup über Mittelständler bis zum Konzern mit 30.000 Mitarbeitern bekleiden dürfen. Vor vier Jahren habe ich mich nebenberuflich selbstständig gemacht und meine Leidenschaft dafür entdeckt, einen echten Unterschied mit meinen (quer gedachten) Marketingstrategien und Taktiken für Unternehmen zu bewirken. Dieses Jahr habe ich Beyond Branding gegründet, eine Beratung, die darauf spezialisiert ist, Unternehmen zu helfen, ihre Unternehmens-Story und ihr Angebot klar zu formulieren und über Content Marketing sowie Paid Advertising die Bekanntheit bei Ihrer Wunsch Zielgruppe auf LinkedIn zu erhöhen. Ziel ist dabei, durch authentischen Beziehungsaufbau eine starke (Unternehmens-) Marke zu entwickeln und Kunden für ihr Produkt oder Service sowie Mitarbeiter für ihr Unternehmen zu gewinnen. Das funktioniert deshalb sehr gut, weil ich mich bestens mit den Problemen der Startups, Kleinunternehmen, Mittelständern und Konzernen auskenne, da ich selber Teil dieser Systeme in „meinem alten Leben“ war und ich meine 14 Jahre Marketingerfahrung jetzt zugunsten meiner Klienten in die Beratung einfließen lassen kann.

Beyond Crisis“ ist die Initiative, die ich ins Leben gerufen habe, nachdem ich das HelfenFRM Angebot gesehen habe und mir gedacht habe, dass ich meine o.a. Erfahrung gerne in der aktuell gerade für Kleinunternehmen sehr schwierigen Zeit einsetzen möchte, um sie über die Krise hinaus bzw. durch die Krise zu bringen. Und als „mittlerweile-Frankfurter“, ist in der Initiative eine gehörige Portion Herzensangelegenheit mit dabei, um das Unternehmersystem in Frankfurt zu stärken.

Warum hast du dich bei HelfenFRM engagiert?

Ich denke, dass jeder von uns schon einmal eine Krise erlebt hat – persönlich oder beruflich, manchmal längerer, manchmal sehr temporärer Natur. Wenn man in einer Krise steckt, fehlt häufig der klare Kopf und die Perspektive zu entscheiden, was die notwendigen Schritte sind, um die Krise zu bewältigen. Man ist dankbar, wenn jemand hilft. Genau deshalb war ich auf Anhieb von HelfenFRM begeistert – die Plattform hilft ohne Erwartung einer Gegenleistung. Und da wollte ich unbedingt ein Teil von sein. Außerdem sind die Gründer derjenigen Lieblingsorte, die ich selber kenne, auf der Plattform. Das sind einfach sehr herzliche, grandiose Menschen, die es verdient haben, es durch dieses Tal zu schaffen.

Du hast einigen Lieblingsorten direkt geholfen. Kannst du ein paar Beispiele geben?

Über die Jahre habe ich selber viele Restaurants, Cafes und kleinere Läden in Frankfurt kennenlernen dürfen – diesen Orten habe ich natürlich empfohlen, Teil der Plattform zu werden, um in Kontakt mit Gleichgesinnten zu kommen, Gutscheine zu verkaufen oder eine Pro-Bono Beratungsleistung in Anspruch zu nehmen. Im Rahmen dieser Pro-Bono Beratung arbeite ich momentan z.B. zusammen mit Markus Kern von der InLive-Cocktailschule. Zuerst haben wir uns ausgetauscht und uns genau angeschaut, wo eigentlich genau die Herausforderung liegt. In einer zweiten Session haben wir mehrere Stunden gemeinsam gebrainstormed, um neue Geschäftsfelder zu erschließen. Die Idee, für Unternehmen Online Cocktail Team Events anzubieten, war das vielversprechendste Konzept. Also haben wir in weiteren Zoom-Sessions die genauen Schritte festgelegt, um das Geschäftsfeld möglichst ressourcenschonend aufzubauen: Wir haben gemeinsam eine Webseite konzipiert und umgesetzt, Vermarktungsstrategien (via LinkedIn u.a.) besprochen und das Thema Verkaufspsychologie ein wenig durchleuchtet. Mittlerweile erhält Markus glücklicherweise eine Vielzahl an Anfragen von Unternehmen für das neue Feld, was mich persönlich wahnsinnig freut. Er macht einen klasse Job und ist dazu auch noch ein feiner Kerl. Mittlerweile tauschen wir uns im vier Wochen Abstand immer noch aus, besprechen Fragen und ich gebe ihm Hilfestellungen zu spezifischen Fragen und Themen.

Wie würdest du die vergangenen vier Monate zusammenfassen und was waren deine wichtigsten „lessons learned“?

Zwei Themen: 1) Bewusster werden und 2) In Frage stellen. Ich glaube, dass diese beiden Aspekte für viele Unternehmer, Angestellte und Menschen eine immense Rolle gespielt haben und spielen. Man schätzt Dinge, die man vorher als selbstverständlich erachtet, wieder neu. Man achtet bewusster darauf, wie man seine Zeit verbringt, worüber man sich aufregt. Man stellt in Frage, wofür man eigentlich das Eine oder Andere (z.B. seinen aktuellen Job oder die Selbstständigkeit) eigentlich tut und ob man wahrhaftig Spaß daran hat. Die vergangenen vier Monate haben nicht nur das persönliche, sondern auch das öffentliche (politische, wirtschaftliche) Leben nachhaltig geprägt und das Verhalten und innere Einstellung von Vielen hervorgebracht: Atecke ich den Kopf in den Sand und klage oder schaue ich optimistisch, was ich aus der aktuellen Situation machen kann?0

Ich habe mein Gewerbe zwei Tage vor dem offiziellen Lockdown angemeldet. Meine Sorge war an dem Tag der Anmeldung eher, ob das Gewerbeamt noch öffnet trotz anbahnendem Lockdown, damit ich die Anmeldung abgeben kann. Und nicht, ob es wirklich Sinn macht, jetzt zu gründen. Ich plane die Gründung schon seit so langer Zeit, dass ich einfach nicht mehr warten wollte. Mein rückblickendes learning ist, dass es die richtige Entscheidung war, weil mir meine Tätigkeit wahnsinnig Spaß macht und es sehr erfüllend ist. Es hat mir versichert, dass widrige Umstände keine absolute, unüberwindbare Barriere sein müssen, sondern die Chance, mit einer Portion Mut und Zuversicht etwas Neues auszuprobieren. Ich bin außerdem unheimlich dankbar, dass mir die vergangenen vier Monate eher dazu gedient haben mich, zu fokussieren. Viele Dinge (wie live-Netzwerktreffen, persönliche Kundentermine etc.) waren nicht möglich, also habe ich alles digital durchgeführt. Das hätte ich in der Form sonst so nicht gemacht. Ein weiteres Learning ist, dass Menschen / Unternehmer in der Not zusammenrücken. Ich fand die Hilfsbereitschaft, gerade unter Unternehmern/-innen enorm über die vergangenen Monate.

Welche Projekte stehen für dich an?

Ich bin manchmal einfach zu enthusiastisch, deshalb – zu viele 😉  Ein Fokusprojekt ist der Aufbau einer Contentstrategie und LinkedIn Präsenz für einen in London ansässigen Mittelständler der Sport-Branche, was ein echtes Passions-Projekt für mich ist, da es die Arbeit mit sportbegeisterten Menschen in unterschiedlichen Ländern involviert. Ich habe außerdem zwei größere Storytelling Projekte für zwei wachsende Startups aus Frankfurt und Berlin. Ergänzt wird das Ganze durch diverse LinkedIn-Coachings für verschiedene Einzelunternehmer, die sich den neuen (CoVid geprägten) Marktumständen anpassen möchten. Und selbstverständlich die weitere Unterstützung des HelfenFRM Programms. Und ich würde mich zeitnah auch mal an den Aufbau der Internetpräsenz des Blumenladens meiner Eltern setzen, die ich ihnen seit zwei Jahren verspreche ;).

Mehr zu HelfenFRM

Hier gehts zu unserem Artikel über den Launch.

Und hier gehts zu HelfenFRM!

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