Interview mit Felipe Macias: Das begeistert ihn an der Arbeit beim Unibator der Goethe-Uni Frankfurt
Felipe Macias ist Manager des Unibators der Goethe-Universität. Das Beste an seinem Job: "Jeden tag in Kontakt mit ambitionierten und motivierten Gründern sein"

Seit fast 20 Jahren gibt es ihn schon: Den Unibator, den Business Incubator der Goethe-Universität Frankfurt. Programm hat seit seiner Gründung im Jahr 2000 mehr als 100 Teams geholfen. Um die Startups der Region optimal zu fördern, stellt der Unibator ihnen die technische Infrastruktur und mit Rat und Tat zur Seite – von Mentoren über Alumni bis hin zu Professoren der Goethe Universität. Für das aktuelle Förderprogramm wurde gerade im Oktober gepitcht. Felipe Macias ist verantwortlich für das Programm und hat uns erklärt, wie sein Job aussieht und was ihn daran so begeistert:


Was machst du beim Unibator?

Als Manager des Inkubators der Goethe Universität Frankfurt unterstütze ich Gründer und Gründerinnen aus dem universitären Umfeld bei der Umsetzung ihrer Ideen und wissenschaftlicher Erkenntnisse in skalierbare Geschäftsmodelle. Darüber hinaus bin ich auch Ansprechpartner für Förderprogramme, wie zum Beispiel dem EXIST Gründerstipendium oder Hessen Ideen.

Wie bist du dahin gekommen, wo du jetzt bist?

Ich bin Wirtschaftswissenschaftler und Gründer mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung. Bereits im Jahr 2009 gründete ich, während meines Wirtschaftsstudiums in meinem Heimatland Kolumbien, die Austauschagentur Explora el Mundo (Entdecke die Welt), welche seit 2011 eine der nur 15 offiziell zugelassenen US-amerikanischen Agenturen in Kolumbien repräsentiert. Im Rahmen meiner bisherigen Berufslaufbahn habe ich unter anderem Projekte, Lernprogramme und Veranstaltungen entwickelt und organisiert, die den Wissenstransfer insbesondere im Bereich Entrepreneurship ermöglichen.

Ich habe mein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Goethe-Universität absolviert und gründete im Anschluss daran das soziale Startup Whinker, mit dem ich mich weltweit für ein offeneres Bildungsangebot und einen besseren Zugang zum internationalen Arbeitsmarkt einsetze.
Anfang 2018 ergab sich die Möglichkeit, mit Frau. Dr. Katharina Funke-Braun im Unibator zusammenzuarbeiten. Durch die Zusammenarbeit konnte ich mein Wissen im Bereich Entrepreneurship vertiefen und mehr über das Gründerökosystem in Europa erfahren. Ich bin auch Mentor verschiedener Gründungsprojekte in der Rhein-Main Region sowie lateinamerikanischer Startups.

Was ist das Beste und das Schwierigste an deiner Arbeit?

Das Beste ist auf jeden Fall die Entwicklung der Startups mitzuerleben sowie jeden Tag in Kontakt mit ambitionierten und motivierten Gründern zu sein und sie bei der Umsetzung ihre Ideen zu unterstützen.
Das Schwierigste ist Bewerber für das Unibator Startup Programm abzulehnen. Aus Kapazitätsgründen können wir nur eine kleine Anzahl an Startups in unserem Programm aufnehmen. Trotzdem bieten wir den Bewerbern weiterhin Unterstützung bei der Realisierung ihrer Gründungsideen im Rahmen der wöchentlichen Gründersprechstunde an.

Was begeistert dich an deinem Beruf?

Jeden Tag neue innovative Ideen zu hören. Den Prozess von einer Idee bis zu einem Produkt und danach zu einem Unternehmen mitzuerleben ist großartig! Ich kann aus erster Hand die Motivation und das Engagement unserer Gründer miterleben und wie sie die vielen Herausforderungen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Startup meistern.

Kannst du das Unibator Förderprogramm noch einmal kurz erklären?

Das Unibator Programm besteht hauptsächlich aus Coaching, Mentoring und einer Vielzahl an Workshops. Wir stellen den Gründern außerdem Büroräume und technische Infrastruktur zur Verfügung. Neben dem qualifizierten Team des Goethe-Unibators, stehen den Gründern Mentoren und Unibator Alumni über den gesamten Förderungszeitraum zur Seite. Die Mentoren sind Professoren der Goethe-Universität Frankfurt und Experten aus der Wirtschaft und Gründerszene.

Wie läuft die aktuelle Förderrunde?

Seit Mitte November sind drei neue Teams im Unibator: Comby, Split und Mindfulife, die uns beim Pitch im Oktober am meisten überzeugt haben. Im November mussten die neuen Teams unserem Onboarding Prozess durchlaufen. Momentan werden sie mit ausgewählten Mentoren zusammengebracht. Die zuvor gesteckten Unternehmensziele werden auch regelmäßig vom Goethe-Unibator überprüft. Bereits am 4.12. nehmen die Teams am ersten Workshop des Programms „how to increase your chances of fundraising“ teil.

Die Gründer der neuen Teams haben sich seit dem ersten Tag sehr gut integriert und an allen „Weeklies“ und internen Veranstaltungen teilgenommen. Ich hoffe, dass sie weiter so motiviert bleiben!

Welche Startups haben schon inwiefern von dem Förderprogramm profitiert?

Wir haben im Unibator seit der Gründung im Jahr 2000 mehr als 100 Teams gefördert. Aus unserem Programm sind sehr bekannte Gesichter aus der Gründerszene, wie zum Beispiel Fintiba, Savedroid, MindsMedical, Oatsome, WeCodeIt oder Roomhero hervorgegangen. Die meisten unserer Alumni sind noch Teil unseres Netzwerks und unterstützen den Unibator in jeder Hinsicht, sei es als Mentor, Speaker oder Kooperationspartner. Ich kann aus erster Hand die Motivation und das Engagement unserer Gründer miterleben und wie sie die vielen Herausforderungen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Startup meistern.

Sunday Briefing

Der kostenlose Newsletter für Startups und Innovation in FrankfurtRheinMain:

  • Jeden Sonntag um 16 Uhr direkt ins Postfach
  • Das Wichtigste aus der letzten Woche
  • Dein Briefing für anstehende Events in der kommenden Woche
  • Die heißesten Jobs in unserem Ökosystem