“Idealer Ort”: rent24 startet im März Frankfurter Fintech Hub

In unserer neuen Serie zum Thema “Coworking in FrankfurtRheinMain” möchten wir euch die unterschiedlichen Konzepte in unserer Region näher vorstellen und sprechen mit den Machern, um mehr über ihre Visionen und Ideen zu erfahren. Den Auftakt macht aus aktuellem Anlass rent24: In der vergangenen Woche hat Gründer Robert Bukvic der Süddeutschen Zeitung verraten, dass er neben einer eigenen Kryptowährung ein Fintech Hub in Frankfurt plant. Wir sind neugierig geworden und haben mit Robert gesprochen. Im Interview erzählt er, was den Standort Frankfurt ausmacht und an wen sich das neue Angebot genau richten wird. 

Robert, auch in Frankfurt gibt es inzwischen mehrere Unternehmen, die Startups den Zugang zu Arbeitsplätzen und einer Community ermöglichen. Worin unterscheidet sich rent24 von der Konkurrenz? Und wieviel Geld muss ich für eine Mitgliedschaft auf den Tisch legen?

Robert Bukvic: Mit rent24 bieten wir unserer Community ein All-inclusive-Paket an: Von hochwertig designten Coworking und Coliving Spaces über moderne Fitnessstudios bis hin zu verschiedenen Restaurants mit gesunden und leckeren Essenskonzepten. So kann man möglichst effizient arbeiten und in einer angenehmen Atmosphäre neue Kontakte knüpfen. Besonders in unseren Knowledge Hubs bringen wir Entrepreneure und Unternehmen einer Branche zusammen, fördern hier ganz gezielt einen Bereich. Eine Mitgliedschaft bei rent24 gibt es ab 50 Euro im Monat.

Ihr bietet auf der ganzen Welt Arbeitsplätze an. Neben den obligatorischen Business-Zentren sind auch exotische Locations wie Belgrad oder Lemberg. Nach welchen Kriterien trefft ihr eure Standort-Entscheidungen?

Wir haben einen Kriterienkatalog entwickelt und überprüfen so jeden Standort. Dazu gehört unter anderem natürlich die Lage, aber wir haben auch viele weitere Kriterien. Gerade international unterstützen unsere lokalen Experten das Team.

Was ist das Besondere an Frankfurt, sowohl kulturell als auch mit Blick auf die Gründerszene?

Frankfurt ist nach wie vor unangefochten Deutschlands Finanz-Hauptstadt. Dadurch boomt dort besonders die Fintech-Szene. Aber auch in Frankfurt gibt es noch Entwicklungspotenzial, was aktuelle Studien belegen. Wir möchten die dortigen Gründer und Unternehmer bei ihren Vorhaben ideal durch das richtige Umfeld und ein vielseitiges Netzwerk unterstützen.

Wodurch zeichnet sich eure Frankfurter Community aus? Welche Unternehmen und Startups sind hier bei euch zuhause?

In Frankfurt wie auch in anderen Städten weltweit haben wir einen gesunden Mix aus Startups, Gründern sowie auch etablierten Unternehmen. Bezeichnend ist hier jedoch der Branchenfokus auf Fintech, künstliche Intelligenz und Cybersecurity.

Wie schätzt ihr den Austausch in der Frankfurter Community ein, insbesondere zwischen Gründern und Unternehmen?

Unserer Meinung nach sollte ein guter Austausch innerhalb der Community bewusst gefördert werden. Aus diesem Grund haben wir an jedem Standort ein rent24 Team und bieten somit neben unseren digitalen Angeboten auch persönliche Ansprechpartner vor Ort. Mit verschiedenen Veranstaltungsformaten haben wir gute Erfahrungen gemacht, Gründer und Unternehmer in Kontakt zu bringen.

Der Süddeutschen Zeitung hast du verraten, dass ihr eine eigene Kryptowährung plant. Wie kam es zu der Idee und wie muss man sich die Umsetzung vorstellen?

Ausschlaggebend war die Idee einer eigenen Plattform als Vernetzungstool, dabei ist die Kryptowährung die Verbindung für alle Nutzer weltweit. Durch rent24 erhält der Primary Coin (Name der Währung, Anm. d. Red.) einen echten Wert und kann unter anderem bei Partnern in Hotels und Restaurants als Zahlungsmittel verwendet werden.

Für Frankfurt plant ihr außerdem einen Fintech Hub. Kläre uns doch bitte mal auf: Was steckt genau dahinter?

Für uns ist Frankfurt ein idealer Ort für Unternehmen und Startups im Fintech-Bereich. Aus diesem Grund wollen wir hier Menschen und Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, miteinander vernetzen. Es ist oft hilfreich, neue Ideen oder Produkte in einem Kreis zu besprechen, der die Branche und vielleicht auch potenzielle Fallstricke kennt. Zudem passen wir auch unsere Veranstaltungen und Angebote am Standort etwas darauf an, damit die jeweiligen Branchenteilnehmer besonders profitieren können. Gerade beispielsweise die Erfahrungswerte etablierter Unternehmen können im Zusammenhang mit der innovativen Perspektive von Startups einen großen Mehrwert für alle Beteiligten schaffen.

An wen richtet sich der Hub, was ist das Ziel?

Bei rent24 bringen wir vor allem Gleichgesinnte zusammen. Das kann ein etablierter Unternehmer eines Großkonzerns oder auch ein Early-Stage-Gründer sein. Wichtig ist uns die Denk- und Arbeitsweise, denn diese beiden Aspekte prägen die positive Atmosphäre an unseren Standorten. Unser Ziel dabei: Ein Umfeld zu schaffen, in dem jeder bestmöglich an sein Ziel kommt.

Es gibt bereits zahlreiche Initiativen im Bereich Fintech. Ist hier in irgendeiner Form eine Zusammenarbeit geplant, um Synergien zu schaffen?

Wir sind bereits in einigen Gesprächen und freuen uns, bald etwas hierzu sagen zu können.

Gibt es schon einen Zeitplan, wann der Fintech Hub an den Start gehen wird?

Die Eröffnung ist für März geplant.

rent24 ist ein weltweit operierender Anbieter von Coworking und Coliving Spaces. Hier finden Mitglieder eine Community, in der sie arbeiten, lernen, sich austauschen und Geschäfte machen können. Mit verschiedenen Restaurantketten und einem eigenen Fitnesskonzept bietet das Unternehmen eine Rundumversorgung für alle Lebensbereiche. rent24 betreibt aktuell mehr als 56 Standorte auf drei Kontinenten (Stand Dezember 2018). Im August startete ein ICO für eine eigene Blockchain Plattform

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