Interview Serie zu HelfenFRM: The Organicer
Sabine Nietmann, Gründerin von The Organicer.

Wer steckt eigentlich hinter HelfenFRM? Vor einigen Wochen haben wir die Plattform gelaunched – mittlerweile haben sich viele Betriebe, Gastronom:innen und Hänlder:innen auf der Plattform registriert. HelfenFRM unterstützt „Lieblingsorte” im Einzelhandel, der Gastronomie und dem Dienstleistungssektor in FrankfurtRheinMain, die aufgrund von Corona betroffen sind. Ab jetzt stellen wir euch regelmäßig die interessantesten Unternehmungen und Betriebe vor. Dieses Mal dabei: The Organicer aus Frankfurt.

Wer seid ihr und was macht ihr?

Mein Name ist Sabine Nietmann, ich bin Gründerin von The Organicer, einem Ordnungscoaching Startup mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Wohltätigkeit aus Frankfurt am Main. Ich unterstütze meine Kundinnen und Kunden beim Ausräumen, Reduzieren und Neustrukturieren ihrer Haushalte, vom Dachboden über Küche und Kinderzimmer bis zum Keller. Am Projektende vermittle ich alle Sachspenden – wenn von den Kunden gewünscht – an Hilfsbedürftige im Rhein-Main-Gebiet und in der ganzen Welt. Außerdem spende ich regelmäßig Teile meines Unternehmensgewinns an soziale Projekte und Klimaprojekte.

Ich freue mich, wenn ich meine Kunden durch etwas mehr Minimalismus in ihren vier Wänden dazu anregen kann, das, was sie besitzen, mehr zu schätzen und zukünftig achtsamer zu konsumieren. Durch meine Vermittlung der Sachspenden an Hilfsbedürftige können sich überdies viele Kundinnen und Kunden leichter von ihren Sachen trennen – und sie tun sogar noch etwas Gutes dabei!

Wie hat Euch Corona betroffen? Und welche kreativen Massnahmen habt ihr umgesetzt? 

Durch Corona sind natürlich alle The Organicer Kundentermine zwischen März und Mai abgesagt worden und mir damit sämtliche Einnahmen weggebrochen. Da ich mein Startup allerdings nebenberuflich gegründet habe – ich bin im Hauptberuf Flugbegleiterin in Teilzeit – konnte ich den Einnahmen-Ausfall zumindest teilweise abfedern. Ich hatte zunächst überlegt, meine Ordnungscoaching-Dienste aktiv online anzubieten, mich aber dagegen entschieden, denn meine Dienstleistung lebt von meinem „Hands-On“-Approach und meiner Vor-Ort-Betreuung. Einige Stammkunden habe ich aber auf deren Wunsch hin online weiter betreut und z.B. Onlinecoachings für die Bereiche der Wohnungen geleistet, die in regelmäßigen Video-Calls (beruflich und privat) zu sehen waren. 

Außerdem habe ich meine Social Media Kanäle unter dem Titel „Together at home – Five things“ täglich mit Inspirationen gefüllt, was man in der Corona-Zeit zuhause alles machen kann – von Ordnungsanregungen über nachhaltige Gewohnheitsänderungen und Aktivitäten. Damit habe ich sehr viele neue Follower gewonnen, was mich natürlich sehr gefreut hat! 

Darüber hinaus habe ich die Zeit genutzt, um mich bei diversen Gründerpreisen zu bewerben – ich sehe das aber alles ganz entspannt und denke mir: „Ich habe ja nichts zu verlieren – Never try, never know!“ 

Seit Mitte Mai bin ich wieder, unter Einhaltung aller Hygienevorschriften, vor Ort bei meinen Kunden aktiv und habe momentan mehr Anfragen denn je, denn die Leute haben in der langen Zeit zuhause gemerkt, dass ein schönes, aufgeräumtes Zuhause unglaublich wichtig ist und viele möchten jetzt lang aufgeschobene Projekte angehen. Darüber freue ich mich natürlich sehr; ich kann also inzwischen also fast einen „positiven“ Corona-Effekt verzeichnen!

Wie kann euch die Community helfen?

Spread the word – einfach von mir und meiner The Organicer Dienstleistung erzählen und mir bei Instagram und Facebook folgen! 🙂 

Was verbindet Euch mit der Region FrankfurtRheinMain?

Ich stamme aus Heusenstamm, ganz in der Nähe von Frankfurt am Main, und lebe – mit kurzen Ausflügen in die ganze Welt – schon mein ganzes Leben lang hier. Ich liebe Frankfurt und freue mich, dass ich durch The Organicer jetzt auch die Einwohner unserer schönen Stadt und Region unterstützen kann, die es manchmal nicht so leicht haben und denen es – auch durch Corona – finanziell nicht so gut geht. Ich verteile viele der Sachspenden (Kleidung, Spielzeug, Schuhe, Haushaltsartikel, Bücher, etc.) an Sozialkaufhäuser, Flüchtlingseinrichtungen und überall dort, wo die Sachen dringend gebraucht und gerne angenommen werden. Dies gibt mir das Gefühl, dass ich zumindest einen kleinen Beitrag in unserer Region leisten kann: Meine Kunden haben mehr Platz und ein freieres Gefühl in ihren eigenen vier Wänden und Hilfsbedürftige freuen sich über die Sachspenden – insofern wirklich eine Win-Win-Situation!

Habt ihr einen Tipp für andere Jungunternehmer? Oder was war der wertvollste Tipp der dir gegeben wurde? Oder was war dein wichtigstes Learning?

Ich würde jedem Gründer raten, früh mit dem Netzwerken anzufangen und so viele Kontakte wie möglich zu knüpfen – es können sich manchmal wunderbare Synergieeffekte, Kooperationen und sogar Freundschaften ergeben, mit denen man nie gerechnet hätte (auch wenn man am Anfang beim Netzwerken veilleicht über seinen Schatten springen muss, es zahlt sich aber definitv aus)!

Mein wichtigstes Learning: Nimm jede Chance an, die sich Dir bietet und scheu dich auch nicht davor, Hilfe anzunehmen! Ich habe z.B. vor meiner Gründung andere „Wettbewerber“ (Ordnungscoaches) in anderen Regionen Deutschlands nach ihren Erfahrungen und Tipps gefragt und nicht nur wertvolle Infos bekommen, sondern direkt ein tolles Netzwerk gewonnen. Gemeinsam ist also vieles leichter, als wenn man sich alleine durch den Startup-Dschungel kämpft!

Mehr zu HelfenFRM

Hier gehts zu unserem Artikel über den Launch.

Und hier gehts zu HelfenFRM!

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