Frankfurt Forward Finalist: HCP Sense
HCP Sense Gründer Dr. Georg Martin, Ansgar Thilmann und Dr. Tobias Schirra (v.l.n.r.)

Sie sind unter den sechs Finalisten für den “Startup of the Year” Award 2025: HCP Sense. HCP Sense entwickelt innovative Sensorlösungen, die Standardlager in intelligente Sensoren für Schmierung, Last und Zustand verwandeln. Die Technologie ermöglicht die Echtzeit-Überwachung und vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) in Maschinen und Anlagen.

Frankfurt Forward ist der unabhängige Matchmaker und Impulsgeber für das Startup-Ökosystem FrankfurtRheinMain und ein Projekt der Wirtschaftsförderung Frankfurt. Die hochkarätige Frankfurt Forward Jury, bestehend aus führenden CEOs der Region, hat in ihren Jurysitzungen sechs vielversprechende Startups aus FrankfurtRheinMain ausgewählt. Threedy und fünf weitere Finalisten treten nun am 19. November 2025 gegeneinander an, um den Titel “Startup of the Year 2025” zu gewinnen.

Dieses Interview mit den drei Gründern Ansgar Thilmann, Georg Martin und Tobias Schirra entstand in Kooperation mit Frankfurt Forward. Es ist Teil unserer Serie “Frankfurt Forward Finalisten”.


Welches Problem wollt Ihr mit  HCP Sense lösen? 

Pumpen, Kompressoren, Ventilatoren, das alles sind Produkte, die das ganze Jahr 24 Stunden am Tag laufen müssen. Speziell hier im Raum Frankfurt kennt jeder den Flughafen, die Bankentürme und Rechenzentren, die von diesen Produkten abhängig sind. Das Problem wird vor allem an der zahl deutlich, dass Pumpen in Europa so viel Energie verbrauchen wie Italien und 33 Mrd. € an Wartungskosten nur in Europa verursachen. Beides sind riesige Hebel, die wir mit unserem Produkt einem Sensor drehen werden. Mit unserem Sensor können diese Maschinen im Optimum betrieben werden, was die Lebenszykluskosten um mindestens 24% reduziert.

Wer steckt hinter der Idee? Erzähle uns von euch, was Ihr bislang gemacht habt und wie es zur Gründung kam. 

Georg und Tobias haben an der TU Darmstadt geforscht und in dieser Zeit war das Ziel eines Projekts Schäden in Bahnanwendungen zu überwachen. Nachdem Das Projekt bearbeitet war, saßen beide abends zusammen und hatten die Idee, auf zusätzliche Sensorik zu verzichten und direkt das zugehörige Lager zu überwachen. Das war der Startschuss, um die Technologie voranzutreiben. Beide konnten daraufhin ihre Forschung in diesem Thema vertiefen und haben parallel zu Ihrer Promotion den EXIST Forschungstransfer beantragt, eine Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums zur Unterstützung für Gründungen aus der Hochschule. Damit war HCP Sense geboren.

Was sind die größten Stärken von HCP Sense? 

Unsere größte Stärke ist, dass wir von Anfang an unseren Sensor in Kundenprojekten weiterentwickelt haben. So haben wir uns immer dahin weiterentwickelt, was der Kunde wirklich wollte und wofür er bereit war Geld zu investieren. Dem Startup-Motto, dass man sich für sein ersten Produkt schämen muss, können wir also auch folgen. Aber früh mit dem Produkt an den Markt zu gehen und Kundenfeedback zu bekommen ist auch unserer Sicht ein zentraler Weg zum Erfolg.

Wie geht es mit deinem Startup weiter? Wie sehen die kurzfristigen und langfristigen Schritte aus? 

Anfang des Jahres haben wir eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, mit der wir dieses Jahr unseren Sensor auf Industrieniveau weiterentwickeln, um uns nächstes voll auf die Markteinführung zu konzentrieren. Langfristig wollen wir Maschinen effizienter machen und uns nach den Pumpen, Ventilatoren und Kompressoren weitere Märkte erobern, denn Lager sind in jeder Maschine.

Von den Höhe- und Tiefpunkten einer Gründung: Wie lautet deine größte Lessons Learned? 

Die eine Lessons-Learned haben wir nicht. Für mich persönlich ist aber wichtig rede mit deinen Kunden und wenn sie dein Produkt oder den Mehrwert nicht verstehen, dann liegt es nie an fehlendem Verständnis, sondern immer daran, dass man selbst sein Produkt nicht so verstanden hat, dass man es einfach erklären kann.

Welches Buch oder Tool siehst du als ein Must-Have für Startups? 

Zu Tools habe ich eine klare Meinung, Tools sind austauschbar. Wer sie nicht richtig nutzt, kann auch mit den besten Tools keine guten Ergebnisse erzielen. Deswegen ist der Prozess wichtig. Bücher die ich im Empfehlen kann sind Lean Startup und Scaleup.

Bitte vervollständige folgenden Satz: FrankfurtRheinMain ist für mich…. 

Ein Drehkreuz, an dem wir perfekt aufgehoben sind.


FRANKFURT FORWARD | STARTUP OF THE YEAR AWARD 2025

Am Mittwoch, den 19. November 2025, treten sechs vielversprechende Startups in Frankfurt gegeneinander an, um den begehrten Titel “Startup of the Year 2025” zu gewinnen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der EURO FINANCE WEEK und in erneuerter Kooperation mit der dfv Euro Finance Group statt. Den sechs Finalisten, Green Elephant Biotech, HCP Sense, Hyting, Illutherm, Myoact und OMC°C wird eine exklusive Bühne geboten, um ihre Visionen und innovativen Geschäftsideen in einem Pitch vorzustellen.

Das Publikum und die hochkarätige Jury von Frankfurt Forward entscheiden gemeinsam über den Jahressieger. Neben den Pitches erwarten die Besucher Einblicke in erfolgreiche Matchmakings und Impulse aus dem Netzwerk von Frankfurt Forward. Neben den Pitches erwarten die Besucher Einblicke in erfolgreiche Matchmakings und Impulse aus dem Netzwerk von Frankfurt Forward. Im Anschluss lädt das After-Award Networking dazu ein, das neue “Startup of the Year 2025” bei einem Flying Dinner und Frankfurter Spezialitäten zu feiern.

Veranstaltungsort: Steigenberger Icon Frankfurter Hof, Frankfurt am Main
Beginn: 18:00 Uhr

Hier geht es zur Anmeldung.


Weitere Beiträge

Hier geht es zu weiteren Beiträgen aus der Serie Frankfurt Forward Finalisten 2025.

Hier geht es zu weiteren Beiträgen aus der Kolumne in Kooperation mit Frankfurt Forward.

Sunday Briefing - Dein kostenloser Newsletter aus dem Startup- und Innovations-Ökosystem FrankfurtRheinMain direkt ins Postfach.

Sunday Briefing - Der kostenlose Newsletter für Startups und Innovation in FrankfurtRheinMain.